Mittweida 2018

Mittweida 2018

Nach der Großen Brandenburger gab`s für die Kids erstmal eine kleine Regatta-Verschnaufpause, die zwar auch zur Erholung, aber vor allen Dingen zum Training für die noch bevorstehenden großen Aufgaben genutzt wurde. Die Trainerin genoss ebenfalls ein paar Tage zum Entspannen und Abschalten indem sie Drachenboot in Königs Wusterhausen fuhr und einen kleinen Abstecher nach Italien zum Surfski paddeln wagte. Netterweise übernahmen Aaron und Tapio die größeren Sportler/innen für die 3 Tage, so dass sich das schlechte Gewissen, ihre Schützlinge alleine zu lassen, bei der Trainerin in Grenzen hielt. Und da es keine Beschwerden gab, kann man wohl annehmen, dass die beiden das ganz gut gemacht haben.
Frisch erholt und gebräunt aus Italien zurück, folgte schon wieder der fast ganz normale Regattawahnsinn. Vom 01.06. – 03.06. ging es mit einer riesigen Delegation des KC nach Mittweida. Für viele unser neuen Sportler/innen war es der erste Wettkampf ihrer noch jungen Kanukarriere, wohingegen sich die restlichen alten Hasen schon auf die Fahrt ins schöne Sachsen freuten. Schließlich hatte sich auch die Mehrheit für die Teilnahme an diesem Wettkampf und gegen die Berliner Meisterschaft ausgesprochen, die ungünstiger Weise zeitgleich in Grünau stattfand. Leider sah der Verband keine Veranlassung die BM auf ein anderes Datum zu legen, obwohl ich diese Möglichkeit bei der Sportwartesitzung diskutiert habe. Bedauerlicherweise ist es dem Verband, aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen, sehr wichtig die BM noch vor die Ostdeutsche Meisterschaft zu legen, so dass es uns nicht möglich war an beiden Regatten teilzunehmen.
Bruno, Tobias, Luisa, Charly, Emma, Lilly, Leni, Lukas, Sophia, Marie, Lucie, Matilda, Aaron, Tapio, Samer, Tom, Fabian, Adrian, Hans, Bastian, Tine, Ella, Anna, Henny, Claudia, Miriam, Corinna, Andreas, Holger, Hermann, Steffi, Lars, Jens, Susi, Maike, Carola und Sacha zogen sich alle das weiße Shirt mit den zwei blauen Streifen über, um auf der kalten Zschopau mit anderen Kanuten um die Wette zu paddeln. Die Autorin kann dem interessierten Leser in jedem Fall aus persönlicher Erfahrung versichern, dass die Zschopau tatsächlich sehr erfrischend ist. So gab es nicht nur für unsere jüngsten Teilnehmer/innen ein erstes Mal auf dieser Regatta, sondern auch für Carola, und zwar gleich zweimal. Carola kippte zum ersten Mal in ihrer nicht mehr ganz taufrischen Karriere auf einer Regatta und zum ersten Mal im Mannschaftsboot. Lucie war in diesem Fall die glückliche Zweierpartnerin, die durch dieses ungewöhnliche Ereignis nun für immer mit ihrer Trainerin verbunden bleibt. Wenigstens haben wir eine Kippente gewonnen!
Ansonsten bedeutete diese Regatta eine ganz neue Form der Herausforderung bei der Meldung und der darauffolgenden Logistik. Wie sollten diese ganzen Menschen nach Mittweida kommen und wie sollten die dazugehörigen Boote nach Mittweida transportiert werden? Aber dank Sachas Packkünsten zauberten wir ein paar mehr Boote auf den Hänger, Hermann brachte eine ganze Flotte Boote für die Altersklasse auf seinem Wohnmobil mit und weitere drei Autodächer mussten beladen werden, um alle benötigten Boote heil ins schöne Sachsenland zu bringen. Diese riesige Masse ist natürlich nicht allein den vielen Sportler/innen geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass wir erfreulicherweise 7 Schüler/innen B am Start hatten und selbst der Kanulaie wird erkennen, dass eine 10 Jährige sich schwerlich das Boot mit einem Herren-LK-Fahrer von 80 Kilo teilen kann.
Aber mit vereinten Kräften schafften wir schließlich alle Kids und das dazugehörige Material nach Mittweida, konnten dort unsere Zelte unterbringen und unser Abendbrot am Ufer der idyllischen Zschopau genießen bevor es Samstag wieder einmal galt früh aufzustehen und der schönsten Nebensache der Welt nachzugehen: Paddeln, paddeln, paddeln!
Und alle unsere Aktiven brachten das Wasser zum Beben, Zittern, Brennen und Spritzen, und zwar glücklicherweise nicht allein durch bereits beschriebene Schwimmeinlagen. Das war wirklich traumhaft anzusehen und erfreute mein Herz über die Maßen. Besonders schön war es wieder Teil der Vereinsstaffel zu sein, die souverän ins Finale fuhr. Bemerkenswert dabei besonders die Leistung unserer Jüngsten Athleten, die ihre erste Staffel und sogar ihre ersten Rennen überhaupt paddelten. Aber Lilly, Tobias und Bruno meisterten das fast wie alte Hasen, so dass die alten Hasen Leni, Fabian, Tom, Tapio und Carola das Ding nur noch nach Hause paddelten mussten.
Ansonsten folgte ein Rennen nach dem Anderen, ein Highlight jagte das Nächste. Es wurden Finale erreicht oder auch knapp mal nicht, Medaillen gewonnen und knapp verpasst, es wurde viel gelacht und unglaublich viel gepaddelt. Den internen Rekord mit der Anzahl der Starts konnte am Samstag Tom für sich verbuchen, wohingegen diese Ehre am Sonntag Carola zu Teil wurde, indem sie tatsächlich einen Start mehr als Tom auf ihrer Habenliste zu stehen hatte. Dabei handelte es sich um ein Rennen im KII mit Ella, also auch wirklich ein schönes Rennen, das den kleinen Unterschied ausmachte.
Aber natürlich hatten alle viele tolle Rennen und können stolz auf ihre gezeigten Leistungen sein. Belohnt wurden wir alle gemeinsam mit einem 2.Platz in der Gesamtwertung. Die Konkurrenz vom Blauen Wunder Dresden war wirklich nicht zu schlagen, aber zufrieden dürfen wir dennoch sein. Schließlich gelang uns in der Seniorenwertung ein eindeutiger Sieg und die Jugend holte in ihrer Einzelwertung den zweiten Platz, während die LK-Starter noch auf dem Bronzeplatz landeten. Also ein rundum gelungenes und erfolgreiches Gesamtergebnis.
Bei so vielen unglaublichen und faszinierenden Rennen fällt es immer schwer einzelne zu beschreiben und alle kann ich wirklich nicht ein paar Zeilen packen. Besonders bemerkenswert fand ich die Energie und den Enthusiasmus den unsere neuen Mädels Lilly, Emma, Charly und Luisa an den Tag legten. Noch ganz neu in den Kajaks schreckten die Mädels vor keiner Herausforderung zurück und kämpften sich tapfer durch alle ihre Rennen. Ein besonderer Augenschmaus war dann noch das KII Rennen der Herren LK. Auch wir hatten mit Aaron und Tapio ein Boot am Start und unsere beiden noch jungen Herren LK lieferten ein wirklich schönes und schnelles Rennen, das sie mit einem ehrenwerten 4. Platz abschlossen.
Aber wie immer muss auch die schönste Sache mal zu Ende gehen und so hieß auch diesmal am Ende wieder einmal: Sachen packen und ab nach Hause!

Carola

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