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Jena 2018

Jena 2018

In diesem Jahr kommen die Regatten irgendwie gerne im Doppelpack, und so folgte auf unser spaßiges und erfolgreiches Mittweida-Wochenende die Sprintregatta in Jena. Austragungsort war erneut das Freizeit- und Erholungsgelände rund um den Schleichersee. Diese Regatta hat sich inzwischen fest in unserem Kanuherz etabliert. Super Organisation, nette Atmosphäre, lustige Rennen und tolle Location zeichnen diesen kleinen, aber feinen Wettkampf in Thüringen aus, so dass wir uns wieder mit viel Vorfreude und einer etwas kleineren Gruppe am Freitag (08.06.) auf den Weg ins beschauliche Jena machten. Erfreulicherweise kamen alle unsere neuen Sportler/innen der Schüler B Klasse erneut mit, obwohl das schon etwas stressig war, nachdem am Wochenende davor ja bereits die Regatta in Mittweida stattfand. Das hat mich wirklich sehr gefreut, vor allen Dingen, da Jena gerade für Paddelanfänger ein toller Wettkampf ist. Diesmal reichten uns dann glücklicherweise 3 Busse, ein Hänger und ein Auto samt Autodach, um alle Boote und Menschen zu transportieren.
Ein wenig ungewöhnlich war in diesem Jahr, dass wir unser Nachtlager zweimal aufschlagen mussten. Da am Freitag eine andere Veranstaltung am Schleichersee stattfand, konnten wir leider dort nicht zelten. Glücklicherweise kamen wir beim Jenaer Kanu- und Ruderverein unter, so dass uns nur die Saale vom Veranstaltungsort der Regatta trennte, die dann doch dank diverser Brücken leicht zu überqueren war. Wir mussten zwar zweimal unsere Zelte auf- und abbauen, aber darin sind wir ja inzwischen sehr geübt: Also ein Klacks! Der Großteil der Kids sollte dann einfach zu Fuß über die nahegelegene Fußgängerbrücke am nächsten Morgen das Regattagelände erreichen. Man hatte beim morgendlichen Zeltabbau auch den Eindruck, dass die Androhung die Zelte seien zu tragen ebenfalls zu einem sehr schnellen Abbau führte.
Den Aufbau von Küchenzelt und Kochstelle ersparten wir uns dann allerdings am Freitagabend doch und bestellten einfach Pizza. Netterweise übernahm Tapio den wichtigen Job des Pizzaorganisators samt Bestellungsaufnahme aller und Bestellungsabgabe per Anruf beim Lieferservice. Aber bevor wir alle gemeinsam unsere Pizzen genossen, gab`s von allen einen Sprung in das erfrischende Wasser der Saale. Das war bei den heißen Temperaturen und nach Autofahrt und Zeltaufbau auch wirklich bitter nötig. Außerdem bringt das Springen von einer Bootsschanze ins kühle Nass nicht nur eine angenehme Erfrischung, sondern macht zusätzlich eine Menge Spaß. Nach diesem Sprung- und Badespaß stärkten sich alle mit Pizza, um im Anschluss noch diversen Ballspielen nachzugehen bis es dann doch irgendwann hieß: Zähne putzen, pullern und ab ins Bett!
Bevor dann alle allerdings am Samstagmorgen frühstücken konnten, mussten wir, wie gesagt, erstmal an den Schleichersee ziehen und Angelikas Kochecke samt Mannschaftszelt zunächst aufbauen. Als dann alles erledigt war, gab`s wie immer lecker von Angelika gezaubertes und wohlverdientes Frühstück. Anschließend wurde sich eingepaddelt und auf die bevorstehenden Rennen vorbereitet, die in Jena glücklicherweise erst mittags starteten. Wir hatten wieder einen recht straffen Rennplan, wobei beispielsweise die Mixrennen in verschiedenen Läufen ausgetragen werden, ohne den Weg über Vor-, Zwischen- und Endlauf. Natürlich sind die einzelnen Läufe dadurch manchmal nicht ganz ausgeglichen stark besetzt, aber am Ende stört das niemanden, und man hat halt mal Glück und mal Pech mit der Auslosung. Es soll am Ende ja vor allen Dingen einfach Spaß machen und ohne dieses System würden die ganzen Mixläufe den Rennplan sprengen und womöglich gar nicht angeboten werden. Also lebten wir alle mit der Auslosung und erfreuten uns an den Mixrennen. In der LK Klasse gingen Tapio und Lucie, Matilda und Luca und Carola und Tom für den KC ins Rennen. Selbst ohne Stemmbrett gelang dabei Luca gemeinsam mit seiner Partnerin Matilda der Gewinn einer Bronzemedaille. In beiden anderen Mixläufen hatten die KCer nicht ganz soviel Glück. Aber mit einem vierten Platz verpassten Carola und Tom sichtlich knapp die erhoffte Medaille. So sollte es aber für beide nicht bleiben an diesem Regattawochenende; es folgten noch viele Medaillengewinne. Besonders Tom räumte sowohl alleine, als auch gemeinsam mit Fabian, Adrian und Samer ordentlich ab, und zwar nicht nur in der Jugendklasse, sondern auch eine Startklasse höher bei den Junioren. Tom und Fabian konnten in der Juniorenklasse den KII gewinnen, so dass sie am Abend auch noch gebührend bei der Siegerehrung auf der Bühne gefeiert wurden.
Aber nicht nur unsere Jugendfahrer waren erfolgreich unterwegs auf dem Schleichersee. Auch alle anderen KCer paddelten tolle und erfolgreiche Rennen und konnten die ein oder andere Medaille aus dem Schleichersee fischen. Besonders erfolgreich war dabei Lukas in der Schüler A Klassse und das in seiner ersten Saison. Durch unsere Kooperation mit Cottbus konnte Lukas die Mannschaftsbootrennen und Staffeln gemeinsam mit Sportlern aus Cottbus fahren und war mit diesen sehr erfolgreich, aber am Ende natürlich auch erschöpft. Hungrig und kaputt waren nach dem ersten Wettkampftag natürlich mal wieder alle und somit total happy endlich in die wohlverdienten Burger beißen zu können. Die Akkus waren nach dem Essen dann glücklicherweise erneut aufgeladen, und so hieß es am Samstagabend wie in den Jahren zuvor: Fussball spielen bis wir den Ball nicht mehr sehen. Ein wirklich spaßiges Vergnügen bei dem der Ball  das ein oder andere Mal auch im Wasser landete, was allerdings allen eine nette kleine und wahrscheinlich erhoffte Verschnaufpause verschaffte. Irgendwann konnte man den Ball dann wirklich nicht mehr erkennen, so dass alle glücklich, geschwitzt und erschöpft in ihre Schlafsäcke krochen. Sonntag folgten dann noch viele weitere Rennen mit Erfolgen und Enttäuschungen, mit Spaß und machmal auch etwas Frust, wenn nicht alles so klappte wie man sich das vorgestellt hatte. Aber das gehört alles zusammen nunmal zum Sport dazu.
Unsere neuen jüngsten Sportler/innen Luisa, Charly, Lilly, Emma, Mads, Bruno und Tobi bestritten alle ihre Rennen erneut ganz großartig und Luisa hatte am Ende auch eine Medaille um ihren Hals hängen.
Glück hatten wir diesmal mit dem Wetter. Denn trotz Unwetterwarnung musste die Regatta nur für 10 Minuten unterbrochen werden und alle dunklen Wolken samt Donner und Blitzen zogen einfach an uns vorbei, so dass alles planmäßig lief und wir unseren ganzen Kram trocken einpacken konnten und sonnengebräunt am Sonntag Richtung Heimat aufbrachen.
Natürlich gab es noch einen kurzen Boxenstopp zum Burger und Pommes essen bevor wir mal wieder heil auf unseren Hof rollten. Dort warteten schon einige Eltern, so dass wir alle gemeinsam in einem unglaublich schnellen Tempo alles ausgepackt und die Boote abgeladen hatten.
Zu diesem Zeitpunkt bin ich schwer begeistert von einer unglaublichen Saison mit tollen Kindern, tollen Leistungen und einer tollen Stimmung. Dankeschön an alle Beteiligten. Einziger kleiner Wehmutstropfen war in Jena nur, dass es Tapios letzter Wettkampf in dieser Saison war, da er uns wieder verläßt, um seine Armeezeit in Finnland zu beenden.
So traurig mich das stimmte, konnte sich Tapio wenigstens über einen wirklich schönen Abschluss seiner diesjährigen deutschen Regattasaison freuen. Besser geht es kaum!

Carola

Mittweida 2018

Mittweida 2018

Nach der Großen Brandenburger gab`s für die Kids erstmal eine kleine Regatta-Verschnaufpause, die zwar auch zur Erholung, aber vor allen Dingen zum Training für die noch bevorstehenden großen Aufgaben genutzt wurde. Die Trainerin genoss ebenfalls ein paar Tage zum Entspannen und Abschalten indem sie Drachenboot in Königs Wusterhausen fuhr und einen kleinen Abstecher nach Italien zum Surfski paddeln wagte. Netterweise übernahmen Aaron und Tapio die größeren Sportler/innen für die 3 Tage, so dass sich das schlechte Gewissen, ihre Schützlinge alleine zu lassen, bei der Trainerin in Grenzen hielt. Und da es keine Beschwerden gab, kann man wohl annehmen, dass die beiden das ganz gut gemacht haben.
Frisch erholt und gebräunt aus Italien zurück, folgte schon wieder der fast ganz normale Regattawahnsinn. Vom 01.06. – 03.06. ging es mit einer riesigen Delegation des KC nach Mittweida. Für viele unser neuen Sportler/innen war es der erste Wettkampf ihrer noch jungen Kanukarriere, wohingegen sich die restlichen alten Hasen schon auf die Fahrt ins schöne Sachsen freuten. Schließlich hatte sich auch die Mehrheit für die Teilnahme an diesem Wettkampf und gegen die Berliner Meisterschaft ausgesprochen, die ungünstiger Weise zeitgleich in Grünau stattfand. Leider sah der Verband keine Veranlassung die BM auf ein anderes Datum zu legen, obwohl ich diese Möglichkeit bei der Sportwartesitzung diskutiert habe. Bedauerlicherweise ist es dem Verband, aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen, sehr wichtig die BM noch vor die Ostdeutsche Meisterschaft zu legen, so dass es uns nicht möglich war an beiden Regatten teilzunehmen.
Bruno, Tobias, Luisa, Charly, Emma, Lilly, Leni, Lukas, Sophia, Marie, Lucie, Matilda, Aaron, Tapio, Samer, Tom, Fabian, Adrian, Hans, Bastian, Tine, Ella, Anna, Henny, Claudia, Miriam, Corinna, Andreas, Holger, Hermann, Steffi, Lars, Jens, Susi, Maike, Carola und Sacha zogen sich alle das weiße Shirt mit den zwei blauen Streifen über, um auf der kalten Zschopau mit anderen Kanuten um die Wette zu paddeln. Die Autorin kann dem interessierten Leser in jedem Fall aus persönlicher Erfahrung versichern, dass die Zschopau tatsächlich sehr erfrischend ist. So gab es nicht nur für unsere jüngsten Teilnehmer/innen ein erstes Mal auf dieser Regatta, sondern auch für Carola, und zwar gleich zweimal. Carola kippte zum ersten Mal in ihrer nicht mehr ganz taufrischen Karriere auf einer Regatta und zum ersten Mal im Mannschaftsboot. Lucie war in diesem Fall die glückliche Zweierpartnerin, die durch dieses ungewöhnliche Ereignis nun für immer mit ihrer Trainerin verbunden bleibt. Wenigstens haben wir eine Kippente gewonnen!
Ansonsten bedeutete diese Regatta eine ganz neue Form der Herausforderung bei der Meldung und der darauffolgenden Logistik. Wie sollten diese ganzen Menschen nach Mittweida kommen und wie sollten die dazugehörigen Boote nach Mittweida transportiert werden? Aber dank Sachas Packkünsten zauberten wir ein paar mehr Boote auf den Hänger, Hermann brachte eine ganze Flotte Boote für die Altersklasse auf seinem Wohnmobil mit und weitere drei Autodächer mussten beladen werden, um alle benötigten Boote heil ins schöne Sachsenland zu bringen. Diese riesige Masse ist natürlich nicht allein den vielen Sportler/innen geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass wir erfreulicherweise 7 Schüler/innen B am Start hatten und selbst der Kanulaie wird erkennen, dass eine 10 Jährige sich schwerlich das Boot mit einem Herren-LK-Fahrer von 80 Kilo teilen kann.
Aber mit vereinten Kräften schafften wir schließlich alle Kids und das dazugehörige Material nach Mittweida, konnten dort unsere Zelte unterbringen und unser Abendbrot am Ufer der idyllischen Zschopau genießen bevor es Samstag wieder einmal galt früh aufzustehen und der schönsten Nebensache der Welt nachzugehen: Paddeln, paddeln, paddeln!
Und alle unsere Aktiven brachten das Wasser zum Beben, Zittern, Brennen und Spritzen, und zwar glücklicherweise nicht allein durch bereits beschriebene Schwimmeinlagen. Das war wirklich traumhaft anzusehen und erfreute mein Herz über die Maßen. Besonders schön war es wieder Teil der Vereinsstaffel zu sein, die souverän ins Finale fuhr. Bemerkenswert dabei besonders die Leistung unserer Jüngsten Athleten, die ihre erste Staffel und sogar ihre ersten Rennen überhaupt paddelten. Aber Lilly, Tobias und Bruno meisterten das fast wie alte Hasen, so dass die alten Hasen Leni, Fabian, Tom, Tapio und Carola das Ding nur noch nach Hause paddelten mussten.
Ansonsten folgte ein Rennen nach dem Anderen, ein Highlight jagte das Nächste. Es wurden Finale erreicht oder auch knapp mal nicht, Medaillen gewonnen und knapp verpasst, es wurde viel gelacht und unglaublich viel gepaddelt. Den internen Rekord mit der Anzahl der Starts konnte am Samstag Tom für sich verbuchen, wohingegen diese Ehre am Sonntag Carola zu Teil wurde, indem sie tatsächlich einen Start mehr als Tom auf ihrer Habenliste zu stehen hatte. Dabei handelte es sich um ein Rennen im KII mit Ella, also auch wirklich ein schönes Rennen, das den kleinen Unterschied ausmachte.
Aber natürlich hatten alle viele tolle Rennen und können stolz auf ihre gezeigten Leistungen sein. Belohnt wurden wir alle gemeinsam mit einem 2.Platz in der Gesamtwertung. Die Konkurrenz vom Blauen Wunder Dresden war wirklich nicht zu schlagen, aber zufrieden dürfen wir dennoch sein. Schließlich gelang uns in der Seniorenwertung ein eindeutiger Sieg und die Jugend holte in ihrer Einzelwertung den zweiten Platz, während die LK-Starter noch auf dem Bronzeplatz landeten. Also ein rundum gelungenes und erfolgreiches Gesamtergebnis.
Bei so vielen unglaublichen und faszinierenden Rennen fällt es immer schwer einzelne zu beschreiben und alle kann ich wirklich nicht ein paar Zeilen packen. Besonders bemerkenswert fand ich die Energie und den Enthusiasmus den unsere neuen Mädels Lilly, Emma, Charly und Luisa an den Tag legten. Noch ganz neu in den Kajaks schreckten die Mädels vor keiner Herausforderung zurück und kämpften sich tapfer durch alle ihre Rennen. Ein besonderer Augenschmaus war dann noch das KII Rennen der Herren LK. Auch wir hatten mit Aaron und Tapio ein Boot am Start und unsere beiden noch jungen Herren LK lieferten ein wirklich schönes und schnelles Rennen, das sie mit einem ehrenwerten 4. Platz abschlossen.
Aber wie immer muss auch die schönste Sache mal zu Ende gehen und so hieß auch diesmal am Ende wieder einmal: Sachen packen und ab nach Hause!

Carola

Große Brandenburger 2018

Große Brandenburger 2018

Wie eigentlich immer, wenn die Saison erst einmal gestartet ist, folgt auch in diesem Jahr wieder ein Wettkampf dem Anderen. Boote, Paddel, Trikots und Spritzdecken waren gerade von ihrem Einsatz in Heiligensee zurück und wieder getrocknet, da mussten sie erneut in die Bezüge und Taschen, um zur Großen Brandenburger Regatta an den Beetzsee zu fahren. Aber natürlich kam nicht nur das Material mit, sondern auch die dazugehörigen Sportler/innen. In diesem Jahr stellten sich Aaron, Tapio, Luca, Hans, Lucie, Marie, Leni, Samer, Adrian, Fabian und Tom der zahlreichen und harten Konkurrenz aus In- und Ausland.
Dieses Mal wurden die Nerven und das Trainerinnenherz von Anfang an unter Spannung und Aufregung gehalten, allerdings fast ausschließlich im positiven Sinne und mit positiven Ausgang! Etwas angespannt war die Lage durch die MSA-Prüfungen in Englisch, die leider am Freitag von 10 – 13 Uhr stattfanden, so dass Samer, Adrian, Fabian (zwar nicht MSA, aber andere schulische Verpflichtungen), Marie und Tom leider nicht in allen angebotenen Wettkampfstrecken an den Start gehen konnten. In Hinblick auf die Vorbereitung auf die diesjährigen Ostdeutschen Meisterschaften ist das sehr bedauerlich gewesen. Ärgerlich ist es vor allen Dingen, da dieses Problem auch andere Sportler/innen betraf und dem Veranstalter seit Anfang des Jahres bekannt war und es trotz Zusicherungen nicht im Rennplan berücksichtigt wurde. Aber egal, das sollte unsere Stimmung nicht weiter beeinflussen, sondern nur an den Nerven der Trainerin zerren. Wobei die drei zurückgebliebenen Sportler/innen und die Trainerin die gemeinsame sehr ruhige und beschauliche Zeit ohne die gesamte Meute auch sehr genossen. Es war doch auch mal sehr erholsam, sich nur um zwei Sportlerinnen zu kümmern, so dass der Freitagvormittag ganz im Zeichen von Leni und Lucie stand, die als einzige bereits Vorläufe zu absovieren hatten. War auch mal nett!
Das einzige logistische Problem bestand jetzt nur noch darin alle Kinder möglichst schnell nach ihren schulischen Verpflichtungen an die Strecke zu bekommen, da nachmittags natürlich weitere Vorläufe auf dem Plan standen. Dank der Hilfe von Susi und Ingeborg war das glücklicherweise kein Problem und alle trafen pünktlich zum Einpaddeln am Beetzsee ein, so dass sich das beanspruchte Nervenkostüm der Trainerin ein wenig beruhigen konnte und sich ganz auf seine Aufgabe konzentrieren konnte; nämlich vor und während der Rennen vor Spannung fast zu zerbersten.
Die nächsten aufregenden Momente folgten aber natürlich auf dem Fuße und hatten glücklicherweise allein mit unserem tollen Sport zu tun: Es standen die ersten Vorläufe auf 200 und 500 m an, bei denen sich alle unsere Sportler/innen tapfer und gut schlugen und auch in die Zwischenläufe kämpften, so dass auch der Samstag voller Spannung blieb.
Und Spannung ist auf jeden Fall noch zu schwach ausgedrückt für das, was alle Kids der Trainerin an diesem Regattasamstag boten. Zum Glück hatten wir Freitagabend üppig essen können, was uns Mert netterweise auf dem Grill zauberte, denn an Frühstück war in Anbetracht der anstehenden 200m Vor- und Zwischenläufe überhaupt gar nicht zu denken. Also bei der Trainerin, die Kids frühstückten natürlich artig, denn schließlich galt es sportliche Höchstleistungen abzurufen. Bei Betrachten der Rennen und dem enthusiastischen Mitfiebern beruhigte sich der Magen langsam und die Anspannung zeigte sich in Form von andauernder Gänsehaut. Aber diese ganze Aufregung mit all ihren Nebenwirkungen hat sich wirklich gelohnt und war vor allen Dingen den spannenden Rennen geschuldet, bei denen unsere Kids das ein oder andere Mal sehr erfolgreich waren. Tom und Fabian erreichten als einziges Berliner Boot das 200m KII Finale der männlichen Jugend und beendeten dieses als 6. Platzierte, während Lucie und Marie ebenfalls über 200m bei den Damen Junioren das Zweierfinale vervollständigten. Das war wirklich schön anzusehen und toll mitzuerleben wie sich das harte Wintertraining anfing auszuzahlen.
Einen kleinen Schockmoment gab es dann allerdings bei Lucie und Marie als sie erfuhren, dass das soeben erreichte Finale bereits 30 Minuten später stattfinden sollte. Also nur kurz gefreut, nach der Auslosung geguckt damit man seine Bahnnummer weiß und dann wieder ab ins Boot. Was für ein Tag!
Aber natürlich war dieser ja noch lange nicht zu Ende, denn für alle (außer unseren Herren LK) galt es den KI über eine etwas längere Distanz zu bestreiten und zu überstehen. Bei Leni stand noch die 2000m der Schülerinnen A an und alle etwas älteren Jahrgänge dürften noch ein paar mehr Runden auf dem Beetzsee drehen, denn für Tom, Fabian, Samer, Adrian, Lucie und Marie hieß es sich 5000m lang mit der Konkurrenz zu messen. Zunächst hatten allerdings alle eine kleine Mittagsverschnaufpause, die wir mit unseren zahlreichen, in Teilen sehr jungen Fans (Antonia, Aaron, Ella, Justus), in unserem Zeltlager verbrachten, so dass wir fast als KITA-Gruppe durchgegangen wären, was nicht zuletzt auch an Babypuppe Jasmin lag, die ebenfalls ihre erste Regattaluft schnuppern dürfte. Es ist wirklich schön, dass auch schon die Jüngsten der Faszination Kanurennsport erlegen sind.
Diese konnten dann auch gleich über die riesigen Starterfelder bei den 2000 und 5000m Rennen staunen und unsere tapferen Sportler/innen bewundern wie sie den Massenstart meisterten und sich durch die anderen Boote und die dazugehörigen Wellen manövrierten. Das ist für die Zuschauer doch immer wieder ein amüsantes und spannendes Spektakel, wobei ich nicht unbedingt mit den Aktiven tauschen möchte. Aber halt: ich habe das ja alles schon gemacht, damit darf ich wohl ganz beruhigt am Rande sitzen und die Show genießen.
Man muss sagen, dass fast alle ein solides Rennen paddelten, wobei Tom wieder einmal wahren Kampfgeist bewies und eine starke Leistung zeigte. Er landete am Ende auf dem 18 .Platz von 75 Startern in der männlichen Jugend. Applaus, Applaus, Applaus!Fabian und Samer hatten doch einige Schwierigkeiten in dem großen Feld, aber beendeten immerhin als 48. und 49. diese wahre Wasserschlacht, der Adrian leider erlegen war, so dass er dem Publikum direkt vor der Tribüne eine kleine Schwimmeinlage bot. Auch unsere Jüngste Leni musste sich immerhin mit 46 anderen Mädels um die Wende bei der langen Strecke kämpfen und beendete als 28. ihre 2000m.
Wohl verdient konnten also alle Samstagabend in ihre Burger beißen und diesen aufregenden Tag Revue passieren lassen und noch einmal die Highlights vor dem inneren Augen genießen, bevor es das letzte Mal in die Schlafsäcke ging, um fit für den letzten Wettkampftag zu sein. Bekanntermaßen enden unsere Regatten meistens erst sonntags, und so konnten auch unsere Herren LK im KIV das Wasser auf dem Beetzsee noch einmal zum Brennen bringen. Nach gutem Start über die 200m passierte Tapio, Hans, Aaron und Luca allerdings ein kleiner Patzer, der sie leider die sicher scheinende Silbermedaille kostete: Schade! Immerhin bleiben ihnen Bronze und eine kleine Sportstrafe wegen ungleichen Hosen bei der Siegerehrung und die Erkenntnis, dass die Jury in Brandenburg den Unterschied zwischen Dunkelblau und Schwarz selbst aus der Entfernung erkennt. Wieder fürs Leben gelernt!
Aber auch unsere Größten können trotz dieses kleinen Faux-Pas im KIV mit ihren gezeigten Leistungen an diesem Wochenende sehr zufrieden sein, denn Luca und Tapio erreichten beide das KI Finale über 200 m und gemeinsam mit Aaron paddelte Tapio einen schnellen KII über 200 m, so dass unser gesamtes Team eine tolle, harmonische, spaßige und aufregende Regatta hingelegt hat. Diese Mannschaftsleistung hat die Trainerin das ein oder andere Mal neben der Gänsehaut fast zu Tränen gerührt. Dankeschön!
Da freut man sich schon auf die im Juni stattfindenden Ostdeutschen Meisterschaften, wenn wieder eine KC-Delegation an den Beetzsee reist.

Carola

Heiligenseeregatta 2018

Heiligensee 2018

Unsere diesjährige Wettkampfsaison auf dem Wasser startete, nach einer langen und intensiven Eiszeit, am letzten Wochenende im April wieder einmal in Berlin mit der Heiligenseer Schüler- und Jugendregatta, in deren Rahmen die Berliner Meisterschaft über die längeren Distanzen (2000 und 4000m) ausgetragen wird. Diese erste Regatta im Jahr findet fast ausschließlich ohne die „Großen“ statt, da die Mittelstreckenwettkämpfe nur bis zur Jugendklasse ausgetragen werden.
Um schon alle vor Ort zu haben und Samstagfrüh nicht im beginnenden Wettkampfgetümmel mit unserem Hänger hantieren zu müssen, brachten Sacha, Jens und Carola die Boote samt Pavillon und Tischen und Bänken bereits am Freitagmittag zum HKC, so dass Samstagmorgen gleich mit dem Abladen und Auspacken der Boote begonnen werden konnte, um sich im Anschluss einpaddeln zu gehen, was auch alle fleißig taten.
Zum Einstieg in unsere Saison ist eine etwas kleinere und räumlich nahe gelegene Regatta wie die Heiligensee-Regatta immer ganz schön. So kann man erstmal wieder üben an was man alles denken muss und kann aber noch ganz bequem zu Hause schlafen. Außerdem ist zunächst „nur“ die Berliner Konkurrenz am Start, was für ein erstes Beschnuppern der Gegner/innen und ein erstes Zeigen der eigenen Form ganz angenehm ist, da der Aufregungspegel sich noch in Grenzen hält, zumindest bei der Trainerin.
Besonders aufgeregt waren hingegen unsere Frischlinge Lukas, Bruno und Charly, die in Heiligensee immerhin ihre erste Regatta überhaupt bestritten, und ich muss ehrlich sagen, dass sie das ganz hervorragend gemacht haben. Vor allen Dingen Lukas paddelte sehr gute Rennen in der nicht ganz einfachen Schüler A Klasse, indem er auf 500m beinahe das B-Finale erreichte und über die 2000m  mit dem vierten Platz ganz knapp eine Medaille verpasste.
Aber auch alle anderen Sportler/innen des KC sind gut gepaddelt und konnten einige Medaillen aus dem Nieder-Neuendorfer See fischen. Im KI der männlichen Jugend schafften es immerhin alle unsere Starter ins Finale und Tom führte diesen KC-Reigen an. Gemeinsam mit Fabian konnte er auch auf der langen Strecke überzeugen. Mit einem engagierten Rennen sicherten sich die beiden Jungs im KII der männlichen Jugend über die 4000m den ersten Platz. Das war wirklich schön anzusehen und ein spannendes Rennen bei dem das Herzklopfen bei der Trainerin dann doch wieder etwas schneller und stärker auftrat. Aber das ist ja auch gut so!
Nicht nur die Leistungen, die Stimmung und die Einstellung bei unseren angetretenen Sportler/innen passte, sondern auch das Wetter spielte mit, so dass wir von einem gelungenen Saisonstart sprechen können.
Carola

Osterlehrgang 2018

Trainingslager Ostern 2018

Waren wir in den letzten Jahren höchstens vier Sportler, die bereits den Sonntag vor Ostersonntag in die erste Woche des Trainingslagers starteten, hat sich dieser Kreis in diesem Jahr mehr als verdoppelt.
Es ist eine sehr erfreuliche Entwicklung, dass inzwischen viele unserer Sportler/innen den Ehrgeiz, die Zeit, die Lust, den Spaß und die körperlichen Voraussetzungen für viele und intensive Trainingsumfänge mitbringen, die neben weiteren Faktoren die Pfeiler für eine erfolgreiche sportliche Laufbahn bilden. Erfolgreich nicht nur auf Medaillen und gute Platzierungen bezogen, sondern auch auf Spaß, Freundschaften, Gesundheit, aktives Vereinsleben und soziale Verantwortung.
Mit 9 Sportler/innen und Sacha und mir ging es also Sonntagnachmittag nach dem normalen Training mit dem Übernachten im Verein und der intensiven Saisonvorbereitung los. Zunächst mit einer kleinen Sorge das Wetter betreffend, da uns die Havel am Sonntagmittag noch mit Eis begrüßte. Glücklicherweise handelte es sich dabei tatsächlich um das letzte Eis des Frühjahrs, das man nicht in einer Waffel vor sich herträgt. Wir konnten also ganz planmäßig in unser Trainingslager starten. Tagsüber gesellte sich noch Steffi als weitere Begleitung der Sportler/innen zu uns, um ein optimales Training für jeden Einzelnen zu gewährleisten. Natürlich gab es auch noch die normalen Trainingszeiten für die Jüngeren, die wir mit Angelikas Hilfe ebenfalls anbieten konnten. Ab Donnerstag kamen weitere Kinder zum Trainingslager hinzu und von Karfreitag zu Samstag war dann fast die ganze Gruppe vollständig und alle schliefen im Verein.
Erfreulicherweise war der Wettergott, wie bereits angedeutet, in diesem Jahr äußerst gnädig zu uns, und wir konnten so gut wie alle meine Trainingsvorhaben optimal umsetzen. Das hieß im Durchschnitt pro Tag 3 -4mal aufs Wasser zuzüglich 2 -3 weiterer Einheiten an Land. Dank Sacha gab es auch immer leckeres und gesundes Essen und netterweise stand uns auch leihweise Peters Umluft Ofen zur Verfügung, ohne den die Fütterung von so vielen Sportler/innen nicht möglich gewesen wäre. Bei steigenden Aktivenzahlen zu den Trainingslehrgängen müssen wir uns auf jeden Fall langfristig Gedanken zur Küchengestaltung machen.
Abends gab es dann neben Technikauswertung des Tages und Verbesserung dieser auch immer noch einen Film auf der Leinwand zu sehen, den fast immer die gesamte Gruppe gemeinsam genoss. Gerade auch diese gemeinsam verbrachte Freizeit neben den Trainingseinheiten finde ich wichtig und wertvoll für eine positive Mannschaftsdynamik und ein funktionierendes Team. Umso schöner ist es zu sehen, dass die meisten Kids diese Zeit mit Spaß und Freude nutzen.
Am Karfreitag bestand die Pausengestaltung aus Eier bemalen, die ihr im Saal bewundern könnt. Eine besondere Augenweide stellt natürlich das KC-Ei von Tom und Lucie dar, das unsere verschwundene Glocke ersetzt. Abends wurden dann traditionell Burger gegrillt bevor der ganze Spaß Samstagnachmittag zunächst zu Ende war und alle in ihre wohlverdienten zwei Tage trainingsfrei abdüsen konnten.
In der zweiten Osterwoche hieß es dann nur noch von Mittwoch bis Samstag im Verein schlafen und paddeln, paddeln, paddeln! Auch diese Trainingszeit verging wieder einmal im Flug und Schwupps war der ganze Spaß auch wieder vorbei.
Alle haben fleißig trainiert, fast alle haben sich anständig benommen und alle haben das Vereinsgebäude ordentlich behandelt und sauber hinterlassen. Auch wenn es einige Ausfälle durch Arbeit, Krankheit und Verletzung gab, bin ich im Großen und Ganzen sehr zufrieden und blicke zuversichtlich in die Saison.
Saisonstart ist die Heiligensee-Regatta am 28.04. und 29.04. beim HKC. Gleich eine Woche später geht`s dann schon richtig zur Sache, wenn wir vom 03.05. – 06.05. zur Großen Brandenburger an den Beetzsee reisen.

Carola

Einladung zur 49. Nikolausfahrt

Veranstalter: Landes-Kanu-Verband Berlin und der

Kanuklub Charlottenburg e.V.

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Surfski mit den Kids

Ausflüge an die Ostsee

Mit der Berliner Meisterschaft endete unser Regatta-Wochenendmarathon fürs Erste. Die Großen Ferien standen vor Tür und in den ersten Wochen hatten die Kinder, die zur Deutschen Meisterschaft Ende August mitkommen wollten, auch die Erlaubnis der Trainerin trainingsfrei zu machen und wegzufahren. (mehr…)

Berliner Meisterschaft 2017

Berliner Meisterschaft 2017

Nach der anspruchsvollen ODM hatten wir ein Wochenende frei, bevor die Berliner Meisterschaft auf unserem Regattaplan stand. Aber da wir paddelfrei irgendwie total doof finden, dachten wir uns: Komm, wir veranstalten ein KC-Sommerfest und losen ein paar Rennen aus. Wir wollen ja schließlich nicht aus der Wettkampfübung kommen, hihi. (mehr…)

Ostdeutsche Meisterschaft 2017

Ostdeutsche Meisterschaft 2017

Nach der kleinen aber feinen Regatta in Jena fing am 22.06. wieder das ernste Paddlerleben für unsere Aktiven an: Die Ostdeutschen Meisterschaften auf dem Beetzsee standen an und eine Menge Sportler des KC wollten in diesem Jahr die Endläufe erreichen und sich damit für die Deutschen Meisterschaften im August in München qualifizieren. Lara, Sophia, Matilda, Lucie, Marie, Leni, Mateo, Malte, Samer, Tom, Fabian, Adrian, Aaron und Mert waren ebenso mit von der Partie wie Arved, Jonas und Luca aus Cottbus. Verstärkt wurde unser Team noch von Andreas, Hermann, Lars und Sacha, die sich zwar nicht für die DM qualifizieren wollten, aber sowohl in der AK, als auch in der LK unsere Mannschaft bereicherten. (mehr…)

Jena 2017

Jena 2017

Es ist Sonntagabend, und wir hatten dieses Wochenende keine Regatta und kein Sommerfest oder ähnliches. Ich schnappe mir meinen Laptop und fange an Trainings- und Wettkampfvideos durchzuarbeiten, das heißt jede Aufnahme anschauen, beschriften und unbrauchbare zu löschen. Heute mache ich mich an die Sprintregatta in Jena.
Dort waren wir vom 09.06. – 11.06.; ach ja, das war am Ende unseres Pfingsttrainingslager, das in diesem Jahr Ausnahmsweise stattfand. Warum Ausnahmsweise? Weil Berlin sonst keine Pfingstferien hat, und wir die Chance natürlich am Schopf gepackt haben, denn wie könnte man seine freie Zeit besser verbringen als morgens aufzustehen und paddeln zu gehen?! Mein Rücken verzeiht mir diese ganze Isomattenschlaferei zwar nicht so richtig, aber was soll`s. Da fallen mir natürlich gleich die 1000 Aufnahmen ein, die noch vom Trainingslager unbeschriftet auf mich warten, aber stopp: erstmal Jena!
Auch dieses Jahr ging es wieder mit einer großen Sportlergruppe an den schönen Schleichersee im grünen Thüringen. Diese Regatta überzeugt mit Einfachheit, unglaublich viel Engagement der Verantwortlichen und nettem Ambiente. Auch die Konkurrenz hatte genau die richtige Mischung, so dass zwar die eine oder andere Medaille heraussprang, aber man sich diese durchaus hart erpaddeln musste und auch ein paar Niederlagen eingesteckt werden mussten. So mag ich das als Trainerin. In den Mixrennen (Mädchen und Junge) gibt es in Jena nur einzelne Endläufe, die im Vorfeld ausgelost werden, so dass hier jeder eine realistische Chance auf eine gute Platzierung hat. Weiterer Vorteil daran ist, dass der Regattatag nicht zu lang wird. Während ich mir die Filmaufnahmen anschaue, kommen die Erinnerungen langsam zurück.
Durch die Ferien konnten wir bereits am frühen Freitagnachmittag in Jena anreisen, wodurch wir genügend Zeit fürs Aufbauen und häuslich einrichten hatten. Leider regnete es dann abends, aber Burger haben wir natürlich trotzdem gegrillt. Mit Mert und Sacha haben wir ja schließlich zwar ganz süße Grillmeister, aber aus Zucker sind sie trotzdem nicht, und so grillten beide fleißig, während es von oben etwas feucht wurde. Unser gut erprobtes Mannschaftszelt hielt wie immer jedem Regen stand und so konnten wir fröhlich zusammensitzen, Bravo lesen und Karten spielen. Wie bereits seit einigen Regatten haben wir uns auch in Jena mit Cottbus in einer Art Zelt-, Paddel-, Ess- und Spielgemeinschaft zusammengefunden. So bereicherten die Cottbuser Jungs und Männer die eine oder andere Spielrunde mit ihrer Teilnahme bevor schließlich alle in ihre Schlafsäcke krochen.
Der Samstag beginnt in Jena im Gegensatz zu anderen Regatten eher ruhig, da die Rennen erst um 12 Uhr beginnen. Die Kids konnten somit vormittags paddeln gehen, während Wiebke, Sacha und ich gemeinsam die Obleutebesprechung bestritten.
Mittags ging`s dann mit den Rennen los und wenn ich mir die Zeiten der Videoaufnahmen anschaue, für uns Schlag auf Schlag. Ich hatte Mühe alle Kinder live in Action zu sehen und zu filmen. Glücklicherweise konnte ich Sacha die Kamera ab und zu in die Hand drücken und alles filmen lassen, was ich sonst durch andere Verpflichtungen (wie selber paddeln) verpasst hätte. Jetzt kann ich mir diese wenigen verpassten Läufe doch noch ganz entspannt im Wohnzimmer sitzend anschauen. Es lebe die moderne Technik :D Mit Stolz und Bewunderung stelle ich fest wie gut alle inzwischen paddeln und mit Erschrecken wie groß, kräftig und erwachsen alle inzwischen geworden sind. Mit der nächsten Aufnahme, die zeigt wie Malte an den Hänger gebunden werden soll, relativiert sich erwachsen allerdings gleich wieder.
Am Samstagabend findet bereits eine erste Siegerehrung der stattgefundenen Endläufe statt. Hier dürfen Sieger und Platzierte auf die Bühne und sich feiern lassen. Abgerundet wird diese kleine Siegerehrung von einem Showprogramm. Auch wir KCer (Lars, Aaron, Luca, Jonas, Arved, Carola um nur einige zu nennen) waren zahlreich auf dem Podest zu bewundern. Im Anschluss blieben wir unserer neuen liebgewonnenen Jenaer Tradition treu und aßen Pizza, bevor Fußball und Volleyball gespielt wurde. Die Bälle flogen solange bis man sie wirklich überhaupt nicht mehr sehen konnte. Das war wieder sehr spaßig und es wurde aufgrund der phänomenalen Fußballkünste einiger wieder sehr viel gelacht.
Sonntag standen dann weitere Finalläufe und das übliche Abfahrtsritual auf dem Plan: Zelte packen und Hänger laden und währenddessen Rennen paddeln und gucken. Bei einigen Staffelübergaben wurde dann unglücklicherweise noch ein bisschen gebadet, aber das ist an einem Badesee ja halb so schlimm ;)
Auch Sonntag sammelten unsere Sportler fleißig Medaillen und belegten gute Plätze deren Aufzählung meine kleinen Berichte bei weitem übersteigen würden und im Kopf behalten kann ich all die Erfolge der Kids schon eine Weile nicht mehr. Auch wenn die Videoaufnahmen der Erinnerung helfen, sieht man ja doch nicht jeden Zieleinlauf, da es immer darauf ankommt, wo das Kamerakind steht. Manches Mal war es aber auch wirklich knapp mit einer Medaille, und so schrammte beispielsweise Matilda wirklich ein paar Mal zu oft an dem Bronzerang vorbei, genauso wie Sophia in diesem Jahr irgendwie auf jeder Regatta die schweren Läufe erwischt. Aber so ist das im Sport: Viele Faktoren müssen zusammenlaufen damit man erfolgreich ist, und manchmal ist es halt das kleine Fünkchen Glück.
Ich klicke mich Stück für Stück durch die Videos, auf denen manchmal auch einfach nur Wiese zu sehen ist und entdecke 1 – 2 Rennen, die ich tatsächlich noch nicht gesehen habe, da ich wohl mit Hänger laden beschäftigt war, aber glücklicherweise war Sacha wachsam.
Zurück nach Hause starteten wir dann etwas langsam, da wir uns mitten im beliebtesten Ausflugsziel von Jena befanden, und es leider etwas dauerte bis wir den Schleichersee verlassen hatten und auf der Autobahn Richtung Heimat waren. Ansonsten klappte die Rücktour mit entsprechendem Imbiss bei einer Fast-Food-Kette einwandfrei.
Jena war erneut eine schöne Regatta mit vielen Erfolgen und einer Menge Spaß. Mein persönliches Highlight ist diesmal tatsächlich mal ganz persönlich. Nicht nur, dass Sacha gehört hat wie sich einige Zuschauer währende meines Rennens über meine gute Technik unterhalten haben, sondern ich wurde im Gespräch mit einem anderen Trainer auch noch gefragt, ob ich Nationalmannschaftsvergangenheit habe. Das schmeichelte mir dann doch ein wenig  Die Kinder, ihre Erfolge und ihr Spaß stehen natürlich immer im Mittelpunkt und machen sonst auch jeden meiner Berichte aus, aber dieses eine Mal sei mir dieses persönliche kinderfreie Highlight erlaubt.
Nicht so schön fand ich, dass die Buswünsche inzwischen dazu genutzt werden, sich Mannschaftskameraden/innen nicht als Mitfahrer zu wünschen. Ich hoffe sehr, dass das nur ein Versehen war und sich wieder ändert.

Carola