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Hof 2018

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Hof 2018

Wie jedes Jahr am 3. Septemberwochenende lockte auch dieses Jahr der Quellitzsee wieder 1000 Kanuten an, um mit Spaß, Freude, aber auch Ehrgeiz und Ernst an der dort stattfindenden internationalen Sprintregatta teilzunehmen. Selbst Tapio hat sich eine Woche Urlaub von seiner finnischen Armeezeit genommen, um gemeinsam mit uns allen diese merkwürdige, lustige, erfolgreiche, ungewöhnliche, unglaublich tolle Saison abzuschließen.

Gerade in Zeiten in denen man in den Medien liest, dass zwar niemand alleine Sport machen möchte, aber irgendwie doch jeder nur für sich und besseres Aussehen und Lebensgefühl Sport treibt und Vereine und ehrenamtliches Engagement für den Sport und andere Menschen nicht besonders hoch im Kurs stehen, beruhigt und begeistert es, eine Regatta wie Hof zu erleben. Dort demonstrieren und leben sowohl die Veranstalter/innen als auch die Teilnehmer/innen das Gegenteil, und das ist auch gut so; denn gerade die Jüngsten brauchen noch viel Hilfe und gerade in der Gemeinschaft von Jung und Alt machen Sporttreiben und Wettkämpfe bestreiten Spaß und Sinn. Schließlich lernt man voneinander, hilft einander und jeder möchte während des Rennens angefeuert werden, bei Misserfolg getröstet und bei Erfolg bejubelt werden.

Und so reiste auch der KC fast mit seiner gesamten Sportmannschaft und Gästen aus Hamburg, Cottbus, Forst und Potsdam an, um sich ein letztes Mal in diesem Jahr mit Kanuten und Kanutinnen aus aller Welt zu messen, gemeinsam zu feiern und den Kanurennsport in seiner schönsten Form zu leben und zu erleben.

In diesem Jahr stimmte das Motto der Hofer Regatta „Kalt, aber geil!“ zwar nicht, aber richtig böse war niemand, dass die Sonne mit uns lachte und es allen erlaubte in T-Shirt und kurzer Hose zu paddeln.

So konnten Lilly, Emma, Charly, Bruno, Mads, Tobi, Mika, Jonathan, Jonas, Malte, Alina, Leni, Lukas, Adrian, Tom, Samer, Fabian, Marie, Sophia, Lucie, Lars B., Eric, Luca, Aaron, Chris, Hans, Tapio, Benny, Holger, Andreas, Sacha, Lars N., Jens, Claudia, Corinna, Miriam, Steffi, Anna und Carola bei strahlendem Sonnenschein lustige und erfolgreiche Mixed-Rennen, Staffeln, Einzelrennen und Mannschaftsboote paddeln, was das Zeug hält, so dass man beinah wehmütig wurde über das bevorstehende Ende dieser traumhaften Saison.

Und zu Recht schleicht sich in unsere letzte Regatta jedes Jahres immer etwas Trauer und Wehmut ein, denn schließlich sind wir Paddler aus vollster Überzeugung und mit Herzblut, Leidenschaft und Spaß bei der Sache dabei, so dass das Ende des Sommers mit seinen langen Tagen und den vielen Regatten immer wieder traurig ist.

Aber jetzt genug rumgeheult und ab zu den schönen Seiten der Hof-Regatta: Die vielen tollen, spaßigen und erfolgreichen Rennen!

Da ich mich unmöglich entscheiden kann über welche Rennen ich berichten soll und mir unmöglich alle einzelnen Rennen jedes KCers und jeder KCerin merken kann, habe ich diesmal ein Paar der Aktiven gefragt, was ihr schönstes Paddelerlebnis in Hof war.

Bei unseren vier Jungs Tom, Adrian, Samer und Fabian herrschte totale Einigkeit darüber, dass der KIV das tollste, schönste, schnellste, wundervollste Rennen überhaupt in Hof war. Kein Wunder, denn zur großen Freude der Trainerin rundeten die vier männlichen Jugendfahrer eine erfolgreiche Saison mit einem überragenden Sieg in ihrem letzten KIV-Rennen der Saison ab. Und Hofsieger wird man nun wirklich nicht alle Tage (da können sogar Weltmeister- und Olympiasiegerinnen ein Liedchen von singen :D ).

Auch bei unseren Herren LK Tapio und Aaron siegte eindeutig der KIV vor allen anderen Rennen, zwar gingen sie gemeinsam mit Luca und Benny nicht als Sieger aus diesem schnellsten Rennen der Regatta hervor, aber eine Medaille konnten sie gewinnen und das ist ja auch aller Ehren wert; erst recht als ein so junges Boot.

Nicht alle Befragten hatten so schnell und so eindeutig eine passende Antwort parat wie die sechs „Männer“. Marie fand genauso wie Leni, Alina und Jonathan einfach alles schön, wobei ihr KI dann doch noch einen knappen Vorsprung vor allen anderen Rennen erhaschen konnte. So wie bei Alina der KII mit ihrem Bruder Fabi auch noch einen besonderen Platz unter all den wunderbaren Erlebnissen einnahm. Bei Mika steht ohne Frage der Gewinn der Silbermedaille im KIV auf Platz Nummer 1, und auch sein Bruder Mads wählt den KIV als tollstes Paddelerlebnis der Regatta. Besonders erfreulich fand ich, aus sehr persönlichen Gründen, Lucies Wahl. Die genoss am Allermeisten den Mixed-KIV der LK, gefolgt von ihrem Mixed-KII mit Benny. Warum die persönliche Freude der Trainerin über diese Wahl (fragt sich vielleicht der Laie)? Na ja, die ist da auch mitgepaddelt und fand das Rennen auch toll!

Ansonsten geht es mir da eher wie Leni und Jonathan und eigentlich wie immer und ich kann mich unmöglich entscheiden, was das Schönste war. Schwer begeistert ziehe ich meinen Hut vor den Leistungen aller unserer Sportler/innen und blicke mit Freude und Glück auf die vergangene und gleichzeitig auf die neue Saison in der hoffentlich neben den kleineren und größeren Rückschlägen und Querelen dann doch wieder all das Positive, die Erfolge, der Spaß, die Harmonie, das Lachen, der Zusammenhalt und das Glück überwiegen werden.

Der Rest in Hof ist Geschichte. Es wurde wieder lecker gegrillt, natürlich die traditionellen Burger, nett gequatscht, Karten gespielt und viel gelacht. Hof begeisterte wieder die ältere Generation und auch einige der jüngeren Heranwachsenden mit einer lustigen und tollen Party im Mannschaftszelt, wo die Tanzbeine geschwungen wurden, auf der Tanzfläche und auf den Bierbänken gleichermaßen. Dort feierten alle Generationen aus den verschiedenen Vereinen bei dem ein oder anderen Kaltgetränk die vergangene Saison und man freute sich schon auf die noch bevorstehenden Rennen am Sonntag zu denen trotz der Party fast alle in ihre Boote fanden. Bei uns fanden alle sowohl pünktlich in ihre Zelte (zum Erstaunen der Trainerin), als auch am nächsten Tag pünktlich in ihr Boote (zum Erstaunen der Trainerin). Einzig erstaunlich war am Samstagabend, dass sogar eine Person mehr den Weg in eines unserer Jungszelte gefunden hatte. Zwar äußerst pünktlich, aber irgendwie doch nicht ganz richtig. Glücklicherweise konnte dieses Missverständnis noch geklärt werden und alle fanden ihren verdienten mal längeren, mal kürzeren Schlaf, bevor es Sonntagfrüh, wie immer viel zu früh, aus den Schlafsäcken ging, um sich dem totalen Regattawahnsinn hinzugeben.

Wir sammelten noch einige Medaillen und Siege an diesem sonnigen Sonntag und wie ihr ja bereits gelesen habt, noch eine Menge toller, schöner, unvergesslicher Erinnerungen, die wir alle mit nach Hause nahmen. Aber bevor es nach Hause gehen konnte, spielte erst die altbekannte Melodie an: Pack die Boote und Zelte wieder ein! Nachdem das dann endlich irgendwann vonstatten gegangen war, rollten wir mit unserem Konvoi in Richtung Berlin, natürlich nicht ohne die nötige Pause zur Nahrungsaufnahme bei einem der einschlägigen Burgerrestaurants.

Und schon ist die Saison 2018 Geschichte, und wir stecken mitten im Wintertraining und in der Planung und Vorbereitung auf die Saison 2019. Es war schön und merkwürdig, unglaublich, traumhaft und anstrengend, lustig, erfolgreich, toll und einfach wunderbar!

Ich bin dankbar ein Teil dieser Saison und dieser Mannschaft gewesen zu sein und freue mich schon auf die Nächste mit all ihren lustigen und bunten Geschichten und hoffentlich erfolgreichen Rennen.

Carola

Deutsche Meisterschaft 2018

Deutsche Meisterschaft 2018

Aaron, Lucie, Marie, Samer, Adrian, Tom, Fabian und Carola machten sich am 26. August fröhlich und aufgeregt in einem sehr vollen und total ordentlich gepackten KC-Bus auf den Weg von Wusterwitz nach Hamburg zur diesjährigen Deutschen Meisterschaft im Kanurennsport. Noch schnell ein Mannschaftsfoto vor dem Hänger geschossen, und dann mussten wie Regattahopper auch dringend los. Glücklicherweise verlief die Fahrt mit nur einem kleinen Verfahrer fast einwandfrei, so dass wir kurz vor Anreiseschluss in Hamburg-Allermöhe aufs Regattagelände rollten; freundlich begrüßt mit den Worten: “Ach, da kommt ja doch noch jemand, habt ihr aber Glück gehabt!”

So erhielten wir erfreulicherweise noch die Einweisung und wurden zu unserem zugeteilten Zeltplatz gebracht. Dort konnten wir alles für eine Woche Regattaspaß- und abenteuer aufbauen bevor es zur Freude Aller fürs Abendbrot zu einer bekannten Fast-Food-Kette ging.

Im Anschluss noch die letzten Kleinigkeiten im Mannschaftszelt geräumt und aufgebaut, dann eine mäßige Dusche genossen und ab ins Bett; schließlich war es doch ein harter und langer Tag nach einem anstrengenden Regattawochenende.

Der Montag stand dann ganz im Zeichen der direkten Wettkampfvorbereitung, das heißt Boote wiegen, paddeln gehen, um sich an das Wasser zu gewöhnen und die Strecke kennenzulernen, den Startschuh ausprobieren und einkaufen gehen, damit es was zu essen gibt. Wenn das dann alles erledigt ist, ist so ein Tag auch schnell wieder um, und es ertönt die bekannte Melodie: “Zähne putzen, pullern, ab ins Bett!”

Für Dienstag hatten wir ein tolles Freizeitprogramm geplant, das sowohl der Vermeidung eines Lagerkollers dienen, als auch eine kleine Ablenkung von der Aufregung des Wettkampfes sein sollte. Und außerdem ist es ja auch ganz nett die Städte in denen wir paddeln auch mal zu sehen. Inzwischen waren Susi als helfende Hand und Luca als weiterer KC-Starter zu unserer überschaubaren Gruppe gestoßen und begleiteten uns gleich am Dienstag zu unserem kleinen Ausflug nach Hamburg Downtown. Wir radelten zum Polizeimuseum, wo Fabians Tante eine Führung durch eben dieses mit anschließendem Essen im Polizeipräsidium für uns alle organisiert hatte. Das war sehr interessant, spannend, lustig und lecker.

Anschließend radelten wir für einen kleinen Einkaufsbummel und zum Chillen bei einem erfrischendem Getränk der Wahl an die Binnenalster. Nach dieser kleinen Verschnaufpause kehrten wir fröhlich und mental erholt an unsere Wettkampfstätte zurück, um uns wieder ganz in das Regattageschehen zu stürzen, was hieß, dass alle erneut in die Boote stiegen und der schönsten Nebensache der Welt nachgingen: Paddeln! :)

Glücklicherweise kamen auch noch Ingeborg und Renate als Unterstützung und Fans nach Hamburg, so dass Carola im Gegensatz zum letzten Jahr nicht zur Obleutebesprechung musste. Auf dieser trugen sich allerdings lauter erfreuliche Dinge, zumindest aus unserer Sicht, zu: Unsere männliche Jugend konnte in den Zweiern über 1000 und 500m nachrücken und Marie im KI über 200m, was die Trainerin besonders freute, da Marie so ihr suboptimales Rennen von der ODM vergessen machte konnte indem sie nun eine 2. Chance erhielt. Diese galt es jetzt natürlich auch zu nutzen.

Mit diesen zusätzlichen Rennen hatten wir mit einem Schlag ein straffes Regattaprogramm vor uns und die Freude über die dazugewonnenen Starts und zweiten Chancen war bei der Trainerin riesig, die Aufregung hingegen fast schon unerträglich, was die aber fast erfolgreich verbarg;)

Nicht nur bei der Trainerin stieg die Spannung und eine gewisse Nervosität, auch einige Sportler/innen hatten langsam mit diesem einzigartigen Regatta-Herzklopfen zu tun. Da es am Mittwoch allerdings nicht gleich morgens losging für uns, war der Dienstagabend doch noch recht entspannt, und alle fanden den so wichtigen erholsamen Schlaf.

Am Mittwoch bildete Lucie mit ihrem Rennen im KI über 500m dann den Auftakt für unsere diesjährige Deutsche Meisterschaft. Leider hatte sich bei Lucie eine Erkältung ausgebreitet, die doch etwas an ihren Kräften nagte; aber sie kämpfte tapfer und fuhr dennoch gute engagierte Rennen, selbst als auch noch der Wind gegen sie war. Gerade die Zweier mit Marie sahen schon viel besser aus als im letzten Jahr und das obwohl Lucie der jüngere Jahrgang bei den Juniorinnen ist und Marie hochstarten musste. Also, Kopf hoch Mädels. Das war gut!

Selbst jetzt beim Schreiben steigen Freude und Aufregung schon wieder bei der Trainerin an. Aueia! Auf jeden Fall startete der KC mit Lucie gut und solide in die DM. Das kleine Sahnehäubchen mit Schokosauce war dann an diesem 1. Wettkampftag der Vorlauf von Tom und Adrian im KII der männlichen Jugend über 1000m. Die Zwei paddelten ein starkes Rennen und erreichten souverän den Zwischenlauf. Form, Einstellung und Fitness schienen also zu passen; da fiel schon mal der erste Stein vom Trainerinnenherz. Das war auch bitter nötig, denn sonst wäre gar kein Platz für die ganze Aufregung, Freude, Zufriedenheit und das Glück im Herzen gewesen, die alle in fast jedem Augenblick dieser DM wuchsen und wuchsen. Einziger kleiner Wehmutstropfen an der Zwischenlaufteilnahme von Tom und Adrian war dann allerdings die Tatsache, dass dieser am Samstagmorgen um 7.30 Uhr stattfinden sollte. Eine traumhafte Zeit für sportliche Höchstleistungen und um 5 Uhr aufstehen gehört samstags auch nicht gerade zu meinen Favoriten. Die beiden Jungs allerdings schon, und so steht man doch fast gerne im Dunkeln auf.

Donnerstag hatten wir zum Üben schon mal die normale Regattaaufstehzeit erreicht, da Fabian und Marie um 8.38 Uhr bzw. Um 8.42 Uhr am 200m stehen dürften; das hieß spätestens um 6 Uhr raus aus dem Zelt und ab in die Wettkampfvorbereitung. Das gelang Beiden ganz gut, und sie standen pünktlich im Startschuh um mit den anderen Jugendlichen um den Einzug in den Zwischenlauf zu kämpfen. So früh am Morgen schon 200m sprinten zu können, ist selbst ohne Gegner/innen eine Herausforderung für sich, und die Konkurrenz macht es nicht einfacher. Das mussten Fabian und Marie leider auch erkennen und verpassten knapp den Zwischenlauf. Fabian noch deutlich knapper als Marie; das war wirklich sehr schade, da die Chance auf die Zwischenlaufteilnahme wirklich bestand.

Im KII über 500m konnte Fabian gemeinsam mit Tom aber doch mal alle seine Kräfte mobilisieren, und sie paddelten sicher eine Runde weiter in den Zwischenlauf. Dort landeten ebenfalls alle unsere Herren LK Luca, Aaron und Jonas im KI bzw. CI über 200m. Für die Frischlinge bei den “Großen” ging es auf dieser DM vor allen Dingen darum mal reinzuschnuppern in die Leisungsklasse, denn neben Weltmeistern und Olympiasiegern zu paddeln, passiert einem ja nicht alle Tage und muss erstmal gelernt sein. Schließlich darf man nicht und braucht man auch nicht vor Ehrfurcht erstarren, wenn neben einem die Besten der Welt stehen, aber ein wenig aufrgegender zur normalen Regattanervosität ist es bestimmt trotzdem.

Bei unserer männlichen Jugend war aber noch nicht Schluss mit den Zwischenlaufteilnahmen, denn Fabian und Samer wollten es Tom und Adrian schließlich gleich tun und auch in aller Herrgottsfrühe aufstehen um schnell paddeln zu dürfen, und so zeigten sie gemeinsam mit den Beiden, dass sie auf diese DM gehörten, erreichten ohne Schwierigkeiten den Zwischenlauf im KIV über 500m und gehörten somit am Freitag um 7.34 Uhr zu den Teilnehmern des Zwischenlaufs. Juchhuh!

Damit konnte sich unsere Bilanz am Donnerstagabend durchaus sehen lassen. Man kann zurecht sagen, dass unsere Sportler/innen ihre zweiten Chancen mehr als genutzt haben und alle weiteren Rennen bildeten die erfreuliche und spannende Zugabe zu den Vorläufen, denn satt waren unsere Jugendfahrer natürlich noch lange nicht, und so ging es Donnerstagabend früh ins Bett.

Freitagmorgen oder sollte ich besser sagen Freitagnacht? klingelte schließlich um 5 Uhr der Wecker bei den 4 Jungs und der Trainerin, die erstmal eine gefüllte Stunde brauchte um ihr Licht zu finden und im Anschluss ihre Sachen. In dieser Zeit standen Adrian, Samer, Tom und Fabian bereits auf und machten sich auf den Weg zum Einpaddeln. Zwar klappte das Aufstehen einwandfrei, aber die Jungs müssen unbedingt an ihrem Timing und Tempo fürs Einpaddeln arbeiten, denn sie kamen erst um 6.20 Uhr von diesem zurück, so dass ihnen nur 10 Minuten zum Frühstücken blieben; denn spätestens 1 Stunde vor dem Startschuss ist Nahrungsaufnahmestopp damit man nicht während des Rennens ein 2. Frühstück genießen darf.

Pünktlich ging es dann zum Start des Zwischenlaufs in dem man 3. werden musste, um das Finale zu vervollständigen. Unsere Jungs fuhren ein gutes Rennen, aber im Vergleich zum Vorlauf leider nicht ihr Bestes und so reichte es mit einem 6. Platz noch nicht für die ersehnte Finalteilnahme. Zufrieden können sie dennoch sein, denn ihre Leistungssteigerung von der Ostdeutschen zur DM war immens und sie ließen Boote bis zu 10 Sekunden hinter sich, die zur ODM noch vor ihnen waren. Darauf lässt sich auf jeden Fall aufbauen und fürs nächste Jahr hoffen, wenn alle mit Energie, Engagement, Einsatz und Ehrgeiz dabei bleiben. Auf mich können sie schonmal zählen!

Aber es gab ja noch weitere Zwischenläufe zu bestreiten und so erreichten Tom und Fabian auf 500m einen hervorragenden 5.Platz in ihrem Lauf, mit dem sie ein weiteres Mal unterstrichen, dass sie zum Mittelfeld auf einer DM gehören und es nur noch ein Schritt bis zum Finale und der deutschen Spitze ist. In allen Zwischenläufen war die 3. Position hart und knapp umkämpft und auch Tom und Fabian haben gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist.

Freitag reisten dann noch die letzten Fans Sacha, Angelika, Matilda und Sophia an, um unsere Sportler/innen anzufeuern und zu unterstützen. Bis dahin hatten Susi, Renate und Ingeborg begleitet von Helmut Stolle (ehemaliger Rennkanute des KC, in Hamburg lebend), der jeden Tag an die Strecke kam, einen guten Job gemacht, aber die Damen reisten am Donnerstag ab und so musste Ersatz her. :)

Netterweise waren Adrian und Tom für ihre frisch eingetroffenen Fans Sophia und Matilda ja extra in den Samstagfrüh stattfindenen 1000m Zwischenlauf gepaddelt, so dass der späte Freitagabend zwar ohne ihre Anwesenheit verbracht wurde; es aber was zum Mitfiebern gab. Und so saß Samstagfrüh ab 7.15 Uhr eine große Gruppe KC-Fans auf der Tribüne um ein tolles Rennen von Tom und Adrian zu bewundern. Sie gingen ambitioniert und offensiv in ihren 1000m Lauf und wurden mit einem 4.Platz belohnt, der zwar nicht für den Endlauf reichte, aber die 3 Boote vor ihnen belegten auch in diesem Platz 1-3, so dass Tom und Adrian ein weiteres Mal stolz auf ihre Leistung sein können.

Der restliche Samstag stand dann ganz im Zeichen des Regattatourismus, denn schließlich gab es auch ohne unsere Sportler/innen genügend spannende und interessante Rennen, die den Weg zur Tribüne wert waren und das Nervenkostüm der Trainerin nicht weiter angriffen. Das war auch gut so, denn dieses hatte doch ganz schön leiden müssen bei diesen ganzen aufregenden und knappen Entscheidungen, die unsere Sportler/innen gezeigt hatten. Jetzt standen Sonntag nur noch die 5000m Wettkämpfe und das Abreiseritual an.

Lucie, Marie, Samer und Fabian wagten sich im KI auf diese unendlich weite Strecke, wohingegen Tom und Adrian nochmal im KII angreifen wollten. Lucie, stark geschwächt durch ihre Erkältung, wagte dennoch den Start und erlag dann leider den Wellen des Starterinnenfeldes und kippte. Die anderen KI kämpften sich tapfer durch die 5000m und machten das wirklich alle ganz gut, auch wenn es noch Einiges zu lernen und zu trainieren gibt, um ein herausragendes Rennen paddeln zu können.

In den Mannschaftsbooten hingegen läuft es schon ganz formidabel bei uns, und so sorgten Adrian und Tom mit ihrem 6. Platz für einen gelungenen Abschluss einer sehr gelungenen, lustigen, erfolgreichen, schönen, harmonischen, aufregenden, spannenden und einfach tollen Deutschen Meisterschaft an deren Ende dann fast alles wie immer abläuft: Boote laden, Kram einpacken und ab nach Hause bis hoffentlich im nächsten Jahr.

Carola

Neues vom Wanderpaddeln

Neues vom Wanderpaddeln

Unsere Gruppe wächst langsam aber stetig. Wir nehmen mehr an den Veranstaltungen des LKV teil. Die größeren Fahrten mache ich aber noch häufig alleine.
So war ich im Juni auf der Oder. Die internationale Oderfahrt begann diesmal an der tschechisch/polnischen Grenze und führte zunächst bis nach Raciborz. Dieser erste Abschnitt verlangte mitunter auch Kletterfähigkeiten beim Umsetzen an einem Wehr. Mir fiel auf, dass es auf dieser Etappe kaum Vögel gab, auch keine Enten oder Schwäne. Ich hatte mir für diese erste Etappe ein Boot geliehen, eine echte Schüssel, weil ich den Rest der Oder mit meinem Faltboot befahren wollte. Das wäre auf der ersten Etappe nicht möglich gewesen. Der Abschnitt von Raciborz nach Kosle wurde von einer Teilnehmerin als „Tag der langen Arme“ bezeichnet, 43 km ohne Strömung, keine Vögel, es war kalt. Das Wetter blieb uns weitgehend treu, Kälte, viel Regen, am nächsten Tag 4 Schleusen, keine Strömung, aber der erste Schwan, der wie verirrt wirkte. Auch am nächsten Tag gab es 4 Schleusen, aber auch einige Sonnenstrahlen auf unserem Weg zum ersten Teilziel Opole!
Es folgten 2 „Ruhe“tage, die Autos wurden umgesetzt, zunächst nach Nowa Sol, wo die Boote und unser Gepäck abgeladen wurden, dann weiter bis Schwedt und mit dem Bus zurück nach Nowa Sol. Das war alles etwas umständlich, soll aber bei der nächsten Fahrt in 2 Jahren anders organisiert werden.
Die folgenden Etappen bis Schwedt waren landschaftlich sehr schön, allerdings wegen des niedrigen Wasserstandes manchmal recht mühsam, aber wir hatten die Oder für uns alleine. Lediglich je ein Boot vom polnischen und deutschen Schifffahrtsamt tauchte hin und wieder auf. Meist war es kühl mit starkem Gegenwind, aber es gab zwischendrin einen Hitzetag und zum Schluss einen Traumtag auf der Fahrt nach Schwedt. Die Stadtbesichtigungen von Eisenhüttenstadt und Frankfurt/Oder fielen aufgrund des unfreundlichen Wetters kurz aus. Dafür erfreuten wir uns an den Störchen, die zahlreich und relativ zahm waren, soll heißen, ich konnte sie recht gut beobachten und fotografieren.
Die Fahrt ging noch weiter bis nach Stettin, ich musste wegen eines Planungsfehlers leider in Schwedt aufhören. Zum Abschluss gab es noch eine Fahrt zum Schiffshebewerk nach Niederfinow mit dem Bus und dem dortigen Ausflugsdampfer. Sehr interessant! Ich gehe davon aus, dass ich an der Fahrt in 2 Jahren teilnehmen werde, um auch noch den Rest der Oder kennenzulernen. Fazit: eine sehr schöne Fahrt, trotz des Wetters, naturbelassene Flusslandschaft.
Die nächste Fahrt führte mich nach Griechenland, wo eine Umfahrung der nördlichen Sporaden, jedenfalls der drei größeren Inseln Skiathos, Skopelos und Alonissos geplant war. Ich fuhr mit 5 anderen Leuten unter Führung von Jannis Kaudelka, einem Österreicher mit griechischen Wurzeln, der sich dort bestens auskennt. Die Reise verlief allerdings deutlich anders als geplant. Es war recht windig und nicht alle Teilnehmerinnen hatten ihrem Können entsprechende Boote. So kam es dann schwerpunktmäßig zu einem Erholungsurlaub ohne größere Ablenkung außer den gemeinsamen Mahlzeiten. Die Griechen lieben es, eine größere Anzahl von Speisen (eigentlich hauptsächlich Vorspeisen) zu bestellen, die von allen zusammen verzehrt und bezahlt werden. So habe ich schon mal wieder Fettreserven für schlechte Zeiten angelegt.
Von den 21 Tagen hatten wir 9 Paddeltage, die meisten davon im Golf von Volos, dann aber auch in der Ägäis, meist küstennah. Am 11. Tag unserer Reise paddelten wir dann tatsächlich rüber auf die Insel Skiathos, die wir fast vollständig umrundet haben, meist mit Windstärken um oder kurz unter 4. Diese Paddeltage haben allerdings die Fahrt gelohnt! Vom Kajak aus sind die Farben einfach noch viel schöner als von einem Fahrgastschiff oder vom Land aus. Eine Unzahl verschiedener Blau- bis Grünblautöne, an denen ich mich kaum sattsehen konnte. Dazu verschiedene Grotten, in die man hinein- oder auch durchpaddeln konnte. Es gab allerdings auch viele riesige braune Quallen – wenn ich gekentert wäre, dann hätten die dafür gesorgt, dass ich es sofort wieder in mein Faltboot geschafft hätte! Aber die Gefahr des Kenterns bestand bei mir nicht. Mein Faltboot ist ideal für Fahrten auf dem Meer.
Und das ist der größte Gewinn für mich: Ich weiß, dass ich keine Angst vor dem Meer haben muss, egal von welcher Seite der Wind kommt. Das war mir vorher nicht völlig klar, ich hatte Bedenken bei Wind von hinten. Aber es hat super Spaß gemacht!

Uta

Wusterwitz 2018


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Wusterwitz 2018

Nach einer Terminverschiebung war zunächst nicht klar, ob wir es logistisch und nervlich stemmen konnten nach Wusterwitz zu fahren, da der neue Termin nun auf dem Wochenende lag an dem es zur DM ging. Nach Absprache mit den Kids, die es betraf, einem langen inneren Dialog bei Carola im Gehirn und der Prüfung des Trainingsplans stand fest, dass beides möglich ist und sich die DM-Delegation einfach am Sonntag von Wusterwitz auf den Weg zur DM nach Hamburg machen würde.

Dieses Vorhaben bedeutete vor allen Dingen eine Menge Planung und Organisation im Vorfeld und während der Regatta damit, sowohl die DM-Teilnehmergruppe schnell nach den letzten Rennen los kam, als acuh alle Taschen, Zelte, Küchenkram und Sonstiges (wie Kinder ;) ) im richtigen Bus landeten. Zwar kostete dieses Unterfangen doch einige Zeit und Nerven, aber am Ende rollte der Bus mit Hänger einigermaßen pünktlich Richtung Hamburg, aber dazu später mehr, und zwar im nächsten Bericht.

Jetzt sind wir ja noch in Wusterwitz, und dort hatten wir alle wieder einmal eine Menge Spaß und Erfolg. Das sportliche Ziel war natürlich wieder der Sieg in der Gesamtwertung, den wir theoretisch auf unser Konto schreiben können. Allerdings gab`s eine Neuregelung, die besagt, dass man mit Canadiern und Kajaks am Start gewesen sein muss, um den Gesamtsiegpokal zu erhalten. So hatten wir zwar die meisten Punkte, aber da wir nur in den Kajakrennen angetreten sind gab`s keinen Pokal :( Jetzt wissen wir das, uns so gibt es bereits Freiwillige, die in einem Canadierrennen antreten wollen, um den Gesamtsiegpokal zurück an die Scharfe Lanke zu holen. Der tollen Mannschaftsleistung tut der fehlende Pokal aber natürlich keinen Abbruch, denn wirklich alle haben ihr Bestes gegeben, um unser erklärtes gemeinsames Ziel zu erreichen und darauf können wir als Team unglaublich stolz sein. Aber nicht nur die sportlichen Leistungen passten in Wusterwitz, sondern auch die Stimmung und das Wetter waren toll. Kleiner Wehmutstropfen war allerdings, dass die meisten größeren Kids zu sehr mit irgendwas beschäftigt waren, um die Rennen der Jüngeren zu schauen. Das fand ich wirklich sehr sehr schade, und ich hoffe sehr, dass alle wieder die Zeit finden (gerade am Samstag, wo man ja nicht mit packen beschäftigt ist) die Rennen der Anderen zu schauen und kräftig anzufeuern; gerade die Anfänger. So hatten Mika und Jonathan ihre ersten Rennen überhaupt und die machen noch mehr Spaß, wenn man auch noch begeistert angefeuert und unterstützt wird.

Und zum Anfeuern gab`s wirklich viel. Von Jung bis Alt war wieder alles am Start, was ein Paddel halten konnte und im Boot sitzen konnte. Bereits Samstagmorgen starteten wir mit Siegen über die 1000m im KI durch Lucie, Tom, Fabian, Samer, Carola, Marie und mit weiteren guten Platzierungen. Dieser Medaillenregen ebbte den ganzen Tag nicht ab, auch nicht als es auf die halbe Strecke und in die Mannschaftsboote ging. Bei der männlichen Jugend konnten unsere 4 Jungs (Entschuldigung unsere 4 MÄNNER) Samer, Tom, Fabian und Adrian jedes Rennen gewinnen.

Die Damen-AK mit Carola, Maike, Henny, Claudi, Susi, Tine, Miriam und Corinna entschieden ebenfalls jedes Rennen für den KC, häufig mit Doppelsieg und mit Siegen in der LK.

Aber auch alle anderen Altersklassen gaben ihr Bestes, sammelten fleißig Punkte und auch die ein oder andere Medaille für den KC, so dass wir am Ende eine beachtliche Bilanz an Medaillen und guten Platzireungen aufzuweisen hatten.

Einige Punkte gingen uns allerdings auch auf tragische Weise verloren; durch Nichteinhaltung der Bahn kam es zu Maries Disqualifikation und Lukas dachte sich: “Boah, ist das warm!” Und ging kurzerhand schwimmen. Leider vor der Ziellinie. Aber alles kein Grund zum Trübnis blasen. Diese Dinge passieren und wie wir dieses Jahr in Mittweida gelernt haben, ist niemand sicher vor kleinen Fehlern und/oder Missgeschicken wie Disqualifikation und Kenterung, selbst im Mannschaftsboot. Das passiert sogar noch den alten Paddelhasen :)

Am Ende gehören auch kleine und große Steine auf dem Weg zum erfolgreichen Sportler und zur erfolgreichen Sportlerin nunmal dazu. Aber kein Stein ist so groß, als dass man ihn nicht überwinden oder beiseite schieben könnte. Und so waren diese kleinen Missgeschicke schnell wieder vergessen und Spaß und Freude am Kanusport gewannen die Oberhand.

Besonders schön war diesmal, dass Lara von ihrem Schüleraustausch zurück war und unser Team ebenfalls aktiv unterstützte. Zwar leider noch nicht wieder paddelnd, aber sie sorgte mit ihrem Stylingkönnen dafür, dass alle Damen schöne meisterlich geflochtene Zöpfe hatten und in Ella hatte sie noch dazu einen begeisterten Lehrling. Damit sind die Frisuren des Tams also auch in Zukunft gesichert.

Die Abende in Wusterwitz gehörten dann wieder einmal mehr dem geselligen Beisammensein beim Grillen, Karten spieleb, sitzen, quatschen und lachen. Und gelacht wurde, wie eigentlich immer, viel und laut.

Sonntags standen dann die 200m an und auch dort zeigten alle wie weit wir mit unserem Training inzwischen gekommen sind, und so wurden auch hier einige Medaillen aus dem Wusterwitzer See gefischt. Die einzige Sorge, die jetzt noch bei der Trainerin blieb, war ob dieser Wettkampf und die Rennen zusammenpassten mit der Vorbereitung für die Deutsche Meisterschaft. Gelohnt hat sich die Teilnahme und der damit verbundene Stress für die Mannschaft, die Stimmung, den Spaß und die Freude am Paddeln und miteinander auf jeden Fall.

Ansonsten steht der Sonntag ab mittags leider immer im Zeichen der Abreise und des Abschieds. Diesmal natürlich ganz besonders, da die DM-Delegation pünktlich in Hamburg sein musste, um dort noch auf den Zeltplatz zu gelangen. So wurde nicht nur fleißig und schnell gepaddelt, sondern ebenfalls geräumt und zusammengepackt, was das Zeug hält. Und tatsächlich brachten wir alles füe eine Woche Deutsche Meisterschaft im KC-Bus unter und rollten fast pünktlich ins nächste Regatta-Abenteuer los.

Carola

Surfski und Anderes

Surfski und Anderes

Natürlich sind unsere Wettkampfsportler/innen wie jedes Jahr nicht nur auf dem Flachwasser in Kajak und Canadier unterwegs, sondern reisen und paddeln auf den Gewässern Deutschlands und Europas auch in anderen Booten für den KC.

Sacha und Carola verschlug es gleich im Januar zum ersten Mal nach Lanzarote um dort am Atlantic Ocean Surfski Race teilzunehmen. Im Vorfeld überzeugte dieser Wettkampf durch eine Empfehlung von einer der erfolgreichsten Surfskifahrerinnen und durch das günstig gelegene Datum. Im Januar ist es nicht ganz so dramatisch und mit keinem schlechten Gewissen seitens der Trainerin verbunden, die Schäfchen zugunsten eigener Wettkämpfe mal alleine zu lassen. Und um es schon mal vorweg zu nehmen: Dieser Ausflug nach Lanzarote hat sich wirklich gelohnt!

Eigentlich sollten 3 Etappen entlang der lanzarotinischen Küste mit insgesamt 40 km gepaddelt werden. Aufgrund der sehr starkem Winde und riesiger Wellen hatte der Veranstalter die erste Etappe allerdings bereits am Vorabend des Rennens beim Briefing abgesagt. Da wir am Morgen mal zum Startpunkt gefahren waren, wußten wir, dass es wirklich schon schwierige Bedingungen an diesem Tag gewesen wären und Wind und Wellenhöhe sollten zum Wettkampftag noch weiter zu nehmen. Sacha beschäftigte sich somit die halbe Nacht mit den Wind- und Wellenvorhersagen und auch Carola schlief sehr unruhig. Wir sind zwar bereits einige Rennen auf dem Meer gefahren, aber noch nie bei solch angesagten Wellenhöhen. Außerdem standen uns auch nur geliehene Surfskis zur Verfügung, also nicht unsere gewohnten eigenen Skis.

Samstagmorgen wurden dann alle Sportler/innen pünktlich und gut organisiert zum Startpunkt der ursprünglich 2. Etappe geshuttelt. Dort zeigte sich ein beeindruckendes Bild mit Küste, Wind, Wellen und Schaumkronen brechender Wellen noch 2 km entfernt von der der Küste. Haderte Sacha noch relativ lange gemeinsam mit Sportlern aus Südafrika und Irland, ob er an den Start gehen sollte, hatte Carola schnell entschieden dieses Risiko für Mensch und Material micht einzugehen; vor allen Dingen, da man direkt an der Kaimauer des Hafens vorbei musste, wo die Wellen zurückliefen und ein wahres Wellenchaos mit riesigen Wellen aus allen Richtungen entstand. Außerdem bestand immer noch die Möglichkeit nur die 3. Etappe zu paddeln, die im geschützten Bereich am Strand gestartet werden sollte und generell weniger windanfällig war.

Nach langer Inspektion der Wellen und reichlicher und reifer Überlegungen entschied sich Sacha ebenfalls gegen die Teilnahme an dieser 1. Etappe. Wir haderten noch kurz mit der Entscheidung als wir sahen, wer sich alles bereit machte um sich aufs Meer zu wagen. Allerdings wurdeb wir nur wenig später in unserer Einschätzung der Bedingungen bestätigt, denn der Veranstalter blies nach Beratung mit den weltbesten Surfskifahrer/innen den Start der Etappe ab. SAFETY FIRST!

Die 3. Etappe wurde dann aber doch noch gestartet und reichte mir persönlich vom Schwierigkeitsgrad immer noch dicke. Nach nicht so schlechtem Start sorgten die zurücklaufenden Wellen von der Küste dafür, dass es einigermaßen schwierig war, die richtige Spur zu finden. Es war ja auch seit Oktober das erste Rennen auf dem Meer, und da wir, im Gegensatz zu anderen Surfskipaddlern auf Motorbootwellen üben, dauert es doch immer etwas sich einzugrooven. Aber am Ende kamen wir heil und halbwegs zufrieden im Ziel an und glücklicherweise ist Carola alt genug, so dass sie bei den über 40jährigen Frauen soager gewinnen konnte.

Am 12.05. unternahm unser Überraschungsteam aus Jung und Alt, erfahrenen und weniger erfahrenen Drachenbootfahrer/innen dann bereits zum 2. Mal einen Ausflug südlich von Berlin, um am Zernsdorfer Drachenbootrennen teilzunehmen. Eine sehr nett und engagiert organisierte Veranstaltung, die wir wieder gerne besucht haben, und zwar nicht nur wegen der Losbude mit vielne tollen Preisen. In diesem Jahr nannten wir uns Krishna Racing Team und brachtenganz in weiß mit einer Blumenkette Frieden, Harmonie und Yoga an der Zernsdorfer See. Leider wurde dieses Engagement samt Outfit nicht mit einem Preis belohnt, aber eine Menge Spaß hatten alle Beteiligten auch dieses Mal wieder, so dass wir wohl weiterhin einmal im Jahr an einem Drachenbootevent teilnehmen werden. Am Ende erreichten wir im B-Finale einen passablen 3. Platz.

Weiter ging es im Mai mit dem Allwave Cup in Italien bei dem Sacha und Carola seit vielen Jahren für den KC an der Start gehen, und so machten wir uns wieder einmal auf den Weg in die Toskana. Nachdem das Rennen auf Lanzarote einen Tick zu windig und wellig war, zeigte sich das Mittelmeer in Italien von seiner harmlosen Seite, aber so ist das beim Oceansport nunmal. Anstatt schön Wellen abzusurfen, musste ordentlich gepaddelt werden, und zwar ganze unendliche 22km. Traurig war das vor allen Dingen, da einen Tag vorher noch schöne Welle da waren. Netterweise standen uns schon an diesem Tag Boote zur Verfügung, so dass wir die traumhaften Bedingungen zum Training und etwas Spaß nutzen konnten. Das einzig Schöne an einem flachen Rennen ist, dass auch Surfski-Anfänger antreten, Erfahrungen sammeln und heil im Ziel ankommen. Da auch Freunde von uns dabei waren auf die das Wort Meeres-Anfänger passt, lebten wir mit den für uns nicht so schönen Bedingungen, aber dafür mit dem Wissen, dass sie mit Spaß paddeln konnten.

Und obwohl ich mir Wellen gewünscht habe, hat es doch wieder Freude gemacht auf dem Meer zu paddeln, wirklich total erschöpft im Ziel anzukommen und sich so vollkommen neidlos den beiden Damen, die vor mir waren, geschlagen zu geben. Mehr war an diesem Tag wirklich nicht drin, und so brauchte ich im Ziel erstmal Cola und Cappuccino um wieder in die Gänge zu kommen. Aber wie bereits erwähnt, ist Carola ja alt genug und so siegte sie auch in Italien bei der Wertung über 40.

Nach diesen rein erwachsenen Ausflügen auf die Meere dieser Welt, folgten zwei Ausflüge auf die Ostsee mit Beteiligung der unter 18jährigen. Mit Adrian, Marie und Sophia ging es bereits am 14.07. zum 1. Mal mit den Surfskis auf die Wellen der Ostsee, so dass die 3 vielleicht nicht allzu traurig sein mussten, nicht verreist zu sein. Die Ostsee belohnte uns mit tollen Wellen, und so hatten alle 3 Mühe auf die Skis zu kommen und sitzen zu bleiben, aber am Ende machten alle ihre Sache ganz gut, und ich hatte ein Bild über das Können der Kids hinsichtlich eines möglichen Starts zum 8.Ostseecup am 28.07..

Zu diesem reisten dann unglaubliche 12 Kcer/innen und 1 Potsdamer Gastpaddler, der sein Glück auch mal auf dem Meer probieren wollte. Bereits am Freitag machten sich Aaron, Tim, Carola, Sacha,Eric, Fabian, Adrian, Samer, Lucie, Marie und Sophia auf den Weg nach Warnemünde, wo an diesem Tag einige schöne surfbare Wellen auf uns warteten, und so hatten wir dank der geliehenen Skis von Peter, Bastian, Tine und Hans eine Menge Spaß auf der Ostsee, An dieser Stelle noch mal ein ganz DICKES DANKESCHÖN an die großzügigen Verleiher.

Zum Renntag wurden leider keine besonders hohen Wellen erwartet. Schlecht für Sacha und Carola, aber gut für die Kids, denn so konnten alle (bis auf Sophia) an den Start gehen, da die Trainerin ihnen die angesagten Bedingungen und die 20km voll zutraute. Geplant war eigentlich, dass Sophia mit Scha im Surfski-Zweier startet, aber leider gab es am Freitag einen Steuerbruch, so dass uns nicht einfach nur zwei Skis fehlten, sondern es für Sophia mit ihrem leichten Gewicht und ihrer Größe ein noch zu hartes Rennen geworden wäre; mal ganz abgesehen davon , dass es sehr schwer war noch weitere Skis zu besorgen und für eine Jugendliche quasi unmöglich. Wenigstens konnten wir noch einen Surfski für Sacha leihen, so dass nur Sophia in den sauren Apfel des zuschauens beißen musste. Allerdings ist sie im Gegensatz zu den Anderen ja auch erst 15.

Am Renntag stießen dann noch Lars und Steffi zu unserer Startergruppe vom KC, und so gab es bei den Frauen durch Carola und Steffi einen Doppelsieg für den KC zu verbuchen. Alle kamen heil , aber nicht schmerzfrei, aber doch zumindest glücklich und zufrieden am Strand von Kühlungsborn an. Besonders gut hat Adrian seine Sache dabei gemacht, was ihm in der internen U18 KC-Wertung den 1. Platz einbrachte und in der Gesamt KC-Wertung hinter Eric, Sacha, Tim und Carola immerhin den 5. Platz. Applaus, Applaus, Applaus! Aber den haben sich wirklich alle redlich verdient, und ich bin sehr stolz und zufrieden, dass sich alle durch dieses harte Rennen durchgebissen haben.

Den Tag ausklingen ließen wir erneut beim Rostocker Kanuverein, wo wir wieder nett und unkompliziert für 2 Nächte in unseren Zelten untergekommen waren und bereits am Freitagabend die letzte Mondfinsternis unseres Jahrhunderts bewundert hatten. Zur Belohnung grillte Sacha lecker Fleisch und Würstchen und Cola gab es auch.

Sonntag hieß es dann erneut früh aufstehen für uns alle, da etwas Wind und Wellen für morgens angesagt waren. Diesmal ging`s an den Strand von Börgerende, um die günstigen Bedingungen zu nutzen. Da Aaaron abgereist war, hatten Sophia, Adrian, Samer, Lucie, Marie, Tim, Fabian, Eric und Carola jeder einen Ski zur Verfügung. Da nun immer noch ein Surfski fehlte, blieb Sacha am Strand und sicherte die Meute von dort aus ab. Aber mittlerweile waren ja alle Profis und so kippte niemand und nur Sophia hatte Mühe alleine vom Strand einzusteigen. Es hatten alle auch offensichtlich wieder einen Riesenspaß, denn freiwillig vom Wasser wollte eigentlich keiner, aber alles muss mal zu Ende gehen, und so luden wir den Hänger; Sacha holte die verpasste Trainingseinheit nach indem er nach Warnemünde paddelte, wo wir ihn wieder einsammelten.

Nach einem kurzen Boxenstopp zum Burger essen, ging es braungebrannt, satt, fröhlich, zufrieden und müde wieder nach Berlin.

Carola

Ostdeutsche Meisterschaft 2018

ODM 2018

Bevor ihr den Bericht der diesjährigen Ostdeutschen Meisterschaft genießen könnt, gibt`s erstmal eine Entschuldigung von der Trainerin in ihrer Funktion als Kamerafrau an unsere begeisterten und treuen Fans dafür, dass es die spannendsten und tollsten Rennen leider nicht zur Weihnachtsfeier zu sehen geben wird. DER GRUND: die Trainerin war viel zu aufgeregt und angespannt um filmen zu können. Das wären unglaublich verwackelte Aufnahmen geworden, da an eine ruhige Hand überhaupt gar nicht zu denken war. Es tut mir leid!

Aber fangen wir von vorne an. Donnerstag (21.06.) 10 Uhr Abfahrt im KC, auch da war der Aufregungspegel schon leicht angestiegen. Vor Ort angekommen, wartete glücklicherweise unser angestammter Zeltplatz auf uns, den Peter netterweise bereits Mittwochabend für uns abgesteckt hatte. Bevor die ersten Regentropfen kamen, schafften wir es, dank tatkräftiger Unterstützung von Jens, alle unsere Zelte aufzubauen. Während es anfing zu stürmen und auch etwas Wasser von oben kam, genossen wir einen kleinen Mittagssnack bevor es wieder an die Arbeit ging, denn schließlich mussten noch alle Boote ausgepackt und gewogen werden.

Außerdem hatte unsere jüngste Teilnehmerin Leni noch den 100m Sprint als Teil des Schülermehrkampfs vor sich, und so galt es auch, sich auf den Wettkampf einzustimmen. Zu diesem Zeitpunkt machte sich langsam die Erkenntnis bei der Trainerin breit, dass es wohl ganz schön aufregend werden würde an diesem Wochenende, denn das Herzklopfen hatte jetzt bereits das Level der anderen Regatten beim Schauen der Endläufe erreicht. Auweia, und wir hatten noch gar kein Rennen!

Während starke Windböen tobten und immer wieder über die Regattastrecke fegten, dürften die weiblichen und männlichen Schüler A ihren ersten Wettkampfteil des Mehrkampfs absolvieren: den 100m Sprint als Einzelzeitfahren. Bei den herrschenden Wetterbedingungen ist es mehr als fragwürdig wie fair ein Zeitvergleich ist. Leni ging für den KC an den Start und kämpfte tapfer gegen Sturm, Wellen und die Zeit. Und das war es dann auch schon für den ersten Wettkampfnachmittag, und wir konnten unsere Nudeln Bolognese genießen, während unsere Nachbarn die Cottbuser ebenfalls alle eingetrudelt waren. Im Anschluss ging es früh ins Bett, denn um 5.30 Uhr sollte am Freitagmorgen der Wecker klingeln.

Und das tat er auch pünktlich und Aktive und Trainerin quälten sich aus den Federn, um in einen langen und aufregenden Tag zu starten. Leider war es auch an diesem Freitag wieder sehr windig mit stürmischen Böen, die bedauerlicherweise zu unfairen Wettkampfbedingungen führten, da die Bahnen 5-9 die letzten 150m den windgeschützten Bereich der Tribüne genießen konnten, während Bahnen 1-4 weiterhin mit dem Wind kämpfen mussten, und so hatten auch unsere Sportler/innen mal Glück und mal Pech mit der Bahnverteilung. Aber wie eigentlich immer kämpften alle tapfer und ließen sich durch Wind und Wetter nicht die Laune vermiesen und schon mal gar nicht den Spaß am Paddeln :) Tom, Fabian und Adrian erreichten im KI der männlichen Jugend über 200m und über 500m den Zwischenlauf, den Samer über 200m leider knapp verpasste. Sophia und Marie landeten mit Platz 6 im Vorlauf über 200m im KII der w. Jugend sicher im Zwischenlauf und auch über 500m vervollständigten die Beiden mit einem 7. Platz im Vorlauf das Starterinnenfeld im Zwischenlauf. Aaron verpasste in seinem ersten Jahr in der LK im KI über 500m den Zwischenlauf, aber es war schön zu sehen, dass es drei quantitativ und qualitativ gut besetzte Herren LK Vorläufe gab. Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass doch einige junge und auch ältere Sportler sich fernab von Nationalmannschaft und internationalen Einsätzen der Herausforderung der Leistungsklasse stellen. Auf 200m erreichte Aaron dann wenigstens den Zwischenlauf, während Luca direkt ins Finale paddelte und dort 5. wurde. Gemeinsam schafften sie es auch im KII eine Runde weiter in den Zwischenlauf.

Bei den Zwischenläufen der männlichen Jugend im KI über die Sprintstrecke schlugen dann fast unerträgliche Aufregung und unglaublich starker böiger Wind gnadenlos zu. Die Aufregung betraf vor allen Dingen die Trainerin; der Wind erwischte leider Tom auf Bahn 2. Pünktlich zum Lauf von Tom und Fabian fegten starke Winde und Regen über das Starterfeld, so dass Tom nach dem Startsieg zwar vorne lag, aber diese Position ab dem Tribünenbereich gegen die unteren Bahnen nicht annährend halten konnte. Er kämpfte tapfer, hatte aber gegen die äußeren Bedingungen keine Chance. Wenigstens Fabian konnte seine Bahn 5 und die damit verbundene Chance sich im Windschatten nach vorne zu kämpfen nutzen. Mit einem guten Rennen landete er knapp auf dem 3. Platz. Leider verpasste er den benötigten 2. Platz ebenfalls und auf die beste Zeit zu hoffen, war bei diesen Wetterverhältnissen eine Lotterie, vor allen da der Wind sich nach 5 Minuten wieder beruhigte. Und so reichte es bedauerlicherweise auch für Fabian nicht fürs Finale, aber mit der 10.besten Zeit steht er zumindest auf Position 1 der Nachrückerliste. Man kann für die DM also noch hoffen, dass heißt: ARTIG DAUMEN DRÜCKEN!! :)

Dieser Zwischenlauf war für die Trainerin ein wahres Wechselbad der Gefühle und fast gar nicht zu ertragen, vor allen Dingen weinte sie beinah als der Wind wieder zunahm und über das Starterfeld fegte und die Chancen von Tom zunichte machte und für Fabian zumindest schmälerte über die Zeit weiterzukommen. Aber es blieb keine Zeit lange mit dem Schicksal zu hadern. Es folgten noch viele weitere Rennen. Leider landete Leni mit einem soliden 7. Platz im KI 500m der Schülerinnen A nicht im Zwischenlauf. Bei einem riesigen Starterinnenfeld hätte sie bereits im Vorlauf 3. werden müssen. Fabian und Tom erreichten im KII über 500m den Zwischenlauf, was Samer und Adrian bedauerlicherweise nicht gelang.

Es folgten noch die Vor- und Zwischenläufe über 1000m und die Zwischenläufe über 500m an diesem sehr langen Wettkampftag, der bei allen Beteiligten an den Kräften nagte, aber so ist das, wenn man zur Deutschen fahren möchte. Im KI über 1000m der Jugend verpasste Adrian mit Platz 7 denkbar knapp die Zwischenlaufteilnahme, wohingegen Tom mit Platz 2 souverän eine Runde weiterkam, ebenso wie Fabian mit Platz 5. Marie paddelte ähnlich wie Adrian ganz knapp am Zwischenlauf vorbei, den Hans und Aaron im KII 500m der Herren LK tapfer bestritten. Im Zwischenlauf über 1000m konnte Tom dann ein weiteres Mal ein gutes Rennen abrufen, was ihm einen 5.Platz und den 10. Nachrückerplatz sicherte. Unseren langen und aufregenden Freitag beendeten Marie und Sophia um 19.31 Uhr mit ihrem Zwischenlauf im KII der w. Jugend über 500m. Am Abend hatten dann alle vollkommen zu Recht so richtig Kohldampf und waren sehr dankbar für Fleisch und Würstchen vom Grill, bevor es erschöpft in die Schlafsäcke ging, denn schließlich startete auch der Samstag wieder sehr früh mit den Zwischenläufen über 200 und 500m.

Um 7.09 Uhr erreichten Luca und Aaron mit Platz 5 im KII der Herren LK über 200m leider nicht das Finale. Gleich ein Rennen später konnten Adrian, Fabian, Samer und Tom ihren Lauf im KIV 500m gewinnen und sicherten sich somit nicht nur einen Finalplatz, sondern auch die Teilnahme zur DM. Im KII wurden Tom und Fabian dann leider nur 8. Diese kleine Enttäuschung machte Tom allerdings um 10.54 Uhr im Zwischenlauf über 500m im KI wieder fast vergessen indem er ein super Rennen fuhr und mit Platz 3 denkbar knapp, wie Fabian bereits auf 200m, an der Finalteilnahme vorbeipaddelte. Also dürft ihr schön artig für beide Jungs die Daumen drücken, dass es vielleicht mit dem Nachrücken etwas wird. :)

Auf 1000m im KII blieben dann allerdings beide KC-Boote mit Tom und Fabian und mit Samer und Adrian unter den Erwartungen. Keiner erreichte den Zwischenlauf. Bei den Zeitläufen über 1000m im KI der Schülerinnen A erreichte Leni in ihrem Lauf einen 6. Platz. Hingegen nicht das Ziel erreichte Lucie im KI der Juniorinnen bei ihrem ersten Auftritt bei der diesjährigen ODM. Über 200m endete ihr Rennen leider direkt vor der Tribüne mit einer Schwimmeinlage, aber auf 500 und 1000m erreichte sie sicher das Ziel und paddelte auch gemeinsam mit Marie einen schönen KII. Bei unseren vier Jugendfahrern schien dann am Ende des Tages doch etwas die Luft raus zu sein, und so endete das Finale im KIV mit einem 9. Platz. Abends gab`s dann Burger zu genießen und das Fußballspiel als Deutschland noch bei der WM dabei war, bevor es für unsere letzte Nacht am Beetzsee wieder in die Zelte ging.

Am Sonntag sorgten dann unsere Cottbuser Canadierfahrer im CII über 500 und 1000m immerhin dafür, dass 2 Silbermedaillen auf unserem Medaillenkonto verbucht wurden. Über die 2000m fischte Arved dann auch noch seine 3. Silbermedaille aus dem Beetzsee. In den Einern über 1000 und 500m paddelten beide leider an den Medaillenrängen vorbei, aber es ist ja auch schließlich ihr erstes LK Jahr. Nach 11:44 Minuten war Leni auf ihren 2000m wieder im Ziel und Tom wurde 15., Fabian 27., Samer 33. und Adrian 35. von 42 Startern bei der männlichen Jugend. Und plötzlich war der ganze Spuk auch schon wieder vorbei, und ich muss sagen, dass es sehr viel Spaß gemacht hat und schön zu sehen war, wie weit wir inzwischen gekommen sind und mit wieviel Freude, Spaß, Engagement, Energie und Power mit Charme alle Beteiligten mit dabei waren.

Es wird richtig schwer am Ende dieses außergewöhnlichen Jahres sagen zu können, welche Regatta unsere schönste war, denn bis jetzt stehen sie bei mir alle auf Platz 1 in dieser harmonischen, erfolgreichen und witzigen Saison.

Carola

P.S.: Die einzigen Dinge, die jetzt noch fehlen sind mit letzter Konsequenz und aller Energie das Training nach der ODM und vor der DM zu bestreiten, was nun mal essentiell ist für eine erfolgreiche Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft.

Carola

Jena 2018

Jena 2018

In diesem Jahr kommen die Regatten irgendwie gerne im Doppelpack, und so folgte auf unser spaßiges und erfolgreiches Mittweida-Wochenende die Sprintregatta in Jena. Austragungsort war erneut das Freizeit- und Erholungsgelände rund um den Schleichersee. Diese Regatta hat sich inzwischen fest in unserem Kanuherz etabliert. Super Organisation, nette Atmosphäre, lustige Rennen und tolle Location zeichnen diesen kleinen, aber feinen Wettkampf in Thüringen aus, so dass wir uns wieder mit viel Vorfreude und einer etwas kleineren Gruppe am Freitag (08.06.) auf den Weg ins beschauliche Jena machten. Erfreulicherweise kamen alle unsere neuen Sportler/innen der Schüler B Klasse erneut mit, obwohl das schon etwas stressig war, nachdem am Wochenende davor ja bereits die Regatta in Mittweida stattfand. Das hat mich wirklich sehr gefreut, vor allen Dingen, da Jena gerade für Paddelanfänger ein toller Wettkampf ist. Diesmal reichten uns dann glücklicherweise 3 Busse, ein Hänger und ein Auto samt Autodach, um alle Boote und Menschen zu transportieren.
Ein wenig ungewöhnlich war in diesem Jahr, dass wir unser Nachtlager zweimal aufschlagen mussten. Da am Freitag eine andere Veranstaltung am Schleichersee stattfand, konnten wir leider dort nicht zelten. Glücklicherweise kamen wir beim Jenaer Kanu- und Ruderverein unter, so dass uns nur die Saale vom Veranstaltungsort der Regatta trennte, die dann doch dank diverser Brücken leicht zu überqueren war. Wir mussten zwar zweimal unsere Zelte auf- und abbauen, aber darin sind wir ja inzwischen sehr geübt: Also ein Klacks! Der Großteil der Kids sollte dann einfach zu Fuß über die nahegelegene Fußgängerbrücke am nächsten Morgen das Regattagelände erreichen. Man hatte beim morgendlichen Zeltabbau auch den Eindruck, dass die Androhung die Zelte seien zu tragen ebenfalls zu einem sehr schnellen Abbau führte.
Den Aufbau von Küchenzelt und Kochstelle ersparten wir uns dann allerdings am Freitagabend doch und bestellten einfach Pizza. Netterweise übernahm Tapio den wichtigen Job des Pizzaorganisators samt Bestellungsaufnahme aller und Bestellungsabgabe per Anruf beim Lieferservice. Aber bevor wir alle gemeinsam unsere Pizzen genossen, gab`s von allen einen Sprung in das erfrischende Wasser der Saale. Das war bei den heißen Temperaturen und nach Autofahrt und Zeltaufbau auch wirklich bitter nötig. Außerdem bringt das Springen von einer Bootsschanze ins kühle Nass nicht nur eine angenehme Erfrischung, sondern macht zusätzlich eine Menge Spaß. Nach diesem Sprung- und Badespaß stärkten sich alle mit Pizza, um im Anschluss noch diversen Ballspielen nachzugehen bis es dann doch irgendwann hieß: Zähne putzen, pullern und ab ins Bett!
Bevor dann alle allerdings am Samstagmorgen frühstücken konnten, mussten wir, wie gesagt, erstmal an den Schleichersee ziehen und Angelikas Kochecke samt Mannschaftszelt zunächst aufbauen. Als dann alles erledigt war, gab`s wie immer lecker von Angelika gezaubertes und wohlverdientes Frühstück. Anschließend wurde sich eingepaddelt und auf die bevorstehenden Rennen vorbereitet, die in Jena glücklicherweise erst mittags starteten. Wir hatten wieder einen recht straffen Rennplan, wobei beispielsweise die Mixrennen in verschiedenen Läufen ausgetragen werden, ohne den Weg über Vor-, Zwischen- und Endlauf. Natürlich sind die einzelnen Läufe dadurch manchmal nicht ganz ausgeglichen stark besetzt, aber am Ende stört das niemanden, und man hat halt mal Glück und mal Pech mit der Auslosung. Es soll am Ende ja vor allen Dingen einfach Spaß machen und ohne dieses System würden die ganzen Mixläufe den Rennplan sprengen und womöglich gar nicht angeboten werden. Also lebten wir alle mit der Auslosung und erfreuten uns an den Mixrennen. In der LK Klasse gingen Tapio und Lucie, Matilda und Luca und Carola und Tom für den KC ins Rennen. Selbst ohne Stemmbrett gelang dabei Luca gemeinsam mit seiner Partnerin Matilda der Gewinn einer Bronzemedaille. In beiden anderen Mixläufen hatten die KCer nicht ganz soviel Glück. Aber mit einem vierten Platz verpassten Carola und Tom sichtlich knapp die erhoffte Medaille. So sollte es aber für beide nicht bleiben an diesem Regattawochenende; es folgten noch viele Medaillengewinne. Besonders Tom räumte sowohl alleine, als auch gemeinsam mit Fabian, Adrian und Samer ordentlich ab, und zwar nicht nur in der Jugendklasse, sondern auch eine Startklasse höher bei den Junioren. Tom und Fabian konnten in der Juniorenklasse den KII gewinnen, so dass sie am Abend auch noch gebührend bei der Siegerehrung auf der Bühne gefeiert wurden.
Aber nicht nur unsere Jugendfahrer waren erfolgreich unterwegs auf dem Schleichersee. Auch alle anderen KCer paddelten tolle und erfolgreiche Rennen und konnten die ein oder andere Medaille aus dem Schleichersee fischen. Besonders erfolgreich war dabei Lukas in der Schüler A Klassse und das in seiner ersten Saison. Durch unsere Kooperation mit Cottbus konnte Lukas die Mannschaftsbootrennen und Staffeln gemeinsam mit Sportlern aus Cottbus fahren und war mit diesen sehr erfolgreich, aber am Ende natürlich auch erschöpft. Hungrig und kaputt waren nach dem ersten Wettkampftag natürlich mal wieder alle und somit total happy endlich in die wohlverdienten Burger beißen zu können. Die Akkus waren nach dem Essen dann glücklicherweise erneut aufgeladen, und so hieß es am Samstagabend wie in den Jahren zuvor: Fussball spielen bis wir den Ball nicht mehr sehen. Ein wirklich spaßiges Vergnügen bei dem der Ball  das ein oder andere Mal auch im Wasser landete, was allerdings allen eine nette kleine und wahrscheinlich erhoffte Verschnaufpause verschaffte. Irgendwann konnte man den Ball dann wirklich nicht mehr erkennen, so dass alle glücklich, geschwitzt und erschöpft in ihre Schlafsäcke krochen. Sonntag folgten dann noch viele weitere Rennen mit Erfolgen und Enttäuschungen, mit Spaß und machmal auch etwas Frust, wenn nicht alles so klappte wie man sich das vorgestellt hatte. Aber das gehört alles zusammen nunmal zum Sport dazu.
Unsere neuen jüngsten Sportler/innen Luisa, Charly, Lilly, Emma, Mads, Bruno und Tobi bestritten alle ihre Rennen erneut ganz großartig und Luisa hatte am Ende auch eine Medaille um ihren Hals hängen.
Glück hatten wir diesmal mit dem Wetter. Denn trotz Unwetterwarnung musste die Regatta nur für 10 Minuten unterbrochen werden und alle dunklen Wolken samt Donner und Blitzen zogen einfach an uns vorbei, so dass alles planmäßig lief und wir unseren ganzen Kram trocken einpacken konnten und sonnengebräunt am Sonntag Richtung Heimat aufbrachen.
Natürlich gab es noch einen kurzen Boxenstopp zum Burger und Pommes essen bevor wir mal wieder heil auf unseren Hof rollten. Dort warteten schon einige Eltern, so dass wir alle gemeinsam in einem unglaublich schnellen Tempo alles ausgepackt und die Boote abgeladen hatten.
Zu diesem Zeitpunkt bin ich schwer begeistert von einer unglaublichen Saison mit tollen Kindern, tollen Leistungen und einer tollen Stimmung. Dankeschön an alle Beteiligten. Einziger kleiner Wehmutstropfen war in Jena nur, dass es Tapios letzter Wettkampf in dieser Saison war, da er uns wieder verläßt, um seine Armeezeit in Finnland zu beenden.
So traurig mich das stimmte, konnte sich Tapio wenigstens über einen wirklich schönen Abschluss seiner diesjährigen deutschen Regattasaison freuen. Besser geht es kaum!

Carola

Mittweida 2018

Mittweida 2018

Nach der Großen Brandenburger gab`s für die Kids erstmal eine kleine Regatta-Verschnaufpause, die zwar auch zur Erholung, aber vor allen Dingen zum Training für die noch bevorstehenden großen Aufgaben genutzt wurde. Die Trainerin genoss ebenfalls ein paar Tage zum Entspannen und Abschalten indem sie Drachenboot in Königs Wusterhausen fuhr und einen kleinen Abstecher nach Italien zum Surfski paddeln wagte. Netterweise übernahmen Aaron und Tapio die größeren Sportler/innen für die 3 Tage, so dass sich das schlechte Gewissen, ihre Schützlinge alleine zu lassen, bei der Trainerin in Grenzen hielt. Und da es keine Beschwerden gab, kann man wohl annehmen, dass die beiden das ganz gut gemacht haben.
Frisch erholt und gebräunt aus Italien zurück, folgte schon wieder der fast ganz normale Regattawahnsinn. Vom 01.06. – 03.06. ging es mit einer riesigen Delegation des KC nach Mittweida. Für viele unser neuen Sportler/innen war es der erste Wettkampf ihrer noch jungen Kanukarriere, wohingegen sich die restlichen alten Hasen schon auf die Fahrt ins schöne Sachsen freuten. Schließlich hatte sich auch die Mehrheit für die Teilnahme an diesem Wettkampf und gegen die Berliner Meisterschaft ausgesprochen, die ungünstiger Weise zeitgleich in Grünau stattfand. Leider sah der Verband keine Veranlassung die BM auf ein anderes Datum zu legen, obwohl ich diese Möglichkeit bei der Sportwartesitzung diskutiert habe. Bedauerlicherweise ist es dem Verband, aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen, sehr wichtig die BM noch vor die Ostdeutsche Meisterschaft zu legen, so dass es uns nicht möglich war an beiden Regatten teilzunehmen.
Bruno, Tobias, Luisa, Charly, Emma, Lilly, Leni, Lukas, Sophia, Marie, Lucie, Matilda, Aaron, Tapio, Samer, Tom, Fabian, Adrian, Hans, Bastian, Tine, Ella, Anna, Henny, Claudia, Miriam, Corinna, Andreas, Holger, Hermann, Steffi, Lars, Jens, Susi, Maike, Carola und Sacha zogen sich alle das weiße Shirt mit den zwei blauen Streifen über, um auf der kalten Zschopau mit anderen Kanuten um die Wette zu paddeln. Die Autorin kann dem interessierten Leser in jedem Fall aus persönlicher Erfahrung versichern, dass die Zschopau tatsächlich sehr erfrischend ist. So gab es nicht nur für unsere jüngsten Teilnehmer/innen ein erstes Mal auf dieser Regatta, sondern auch für Carola, und zwar gleich zweimal. Carola kippte zum ersten Mal in ihrer nicht mehr ganz taufrischen Karriere auf einer Regatta und zum ersten Mal im Mannschaftsboot. Lucie war in diesem Fall die glückliche Zweierpartnerin, die durch dieses ungewöhnliche Ereignis nun für immer mit ihrer Trainerin verbunden bleibt. Wenigstens haben wir eine Kippente gewonnen!
Ansonsten bedeutete diese Regatta eine ganz neue Form der Herausforderung bei der Meldung und der darauffolgenden Logistik. Wie sollten diese ganzen Menschen nach Mittweida kommen und wie sollten die dazugehörigen Boote nach Mittweida transportiert werden? Aber dank Sachas Packkünsten zauberten wir ein paar mehr Boote auf den Hänger, Hermann brachte eine ganze Flotte Boote für die Altersklasse auf seinem Wohnmobil mit und weitere drei Autodächer mussten beladen werden, um alle benötigten Boote heil ins schöne Sachsenland zu bringen. Diese riesige Masse ist natürlich nicht allein den vielen Sportler/innen geschuldet, sondern auch der Tatsache, dass wir erfreulicherweise 7 Schüler/innen B am Start hatten und selbst der Kanulaie wird erkennen, dass eine 10 Jährige sich schwerlich das Boot mit einem Herren-LK-Fahrer von 80 Kilo teilen kann.
Aber mit vereinten Kräften schafften wir schließlich alle Kids und das dazugehörige Material nach Mittweida, konnten dort unsere Zelte unterbringen und unser Abendbrot am Ufer der idyllischen Zschopau genießen bevor es Samstag wieder einmal galt früh aufzustehen und der schönsten Nebensache der Welt nachzugehen: Paddeln, paddeln, paddeln!
Und alle unsere Aktiven brachten das Wasser zum Beben, Zittern, Brennen und Spritzen, und zwar glücklicherweise nicht allein durch bereits beschriebene Schwimmeinlagen. Das war wirklich traumhaft anzusehen und erfreute mein Herz über die Maßen. Besonders schön war es wieder Teil der Vereinsstaffel zu sein, die souverän ins Finale fuhr. Bemerkenswert dabei besonders die Leistung unserer Jüngsten Athleten, die ihre erste Staffel und sogar ihre ersten Rennen überhaupt paddelten. Aber Lilly, Tobias und Bruno meisterten das fast wie alte Hasen, so dass die alten Hasen Leni, Fabian, Tom, Tapio und Carola das Ding nur noch nach Hause paddelten mussten.
Ansonsten folgte ein Rennen nach dem Anderen, ein Highlight jagte das Nächste. Es wurden Finale erreicht oder auch knapp mal nicht, Medaillen gewonnen und knapp verpasst, es wurde viel gelacht und unglaublich viel gepaddelt. Den internen Rekord mit der Anzahl der Starts konnte am Samstag Tom für sich verbuchen, wohingegen diese Ehre am Sonntag Carola zu Teil wurde, indem sie tatsächlich einen Start mehr als Tom auf ihrer Habenliste zu stehen hatte. Dabei handelte es sich um ein Rennen im KII mit Ella, also auch wirklich ein schönes Rennen, das den kleinen Unterschied ausmachte.
Aber natürlich hatten alle viele tolle Rennen und können stolz auf ihre gezeigten Leistungen sein. Belohnt wurden wir alle gemeinsam mit einem 2.Platz in der Gesamtwertung. Die Konkurrenz vom Blauen Wunder Dresden war wirklich nicht zu schlagen, aber zufrieden dürfen wir dennoch sein. Schließlich gelang uns in der Seniorenwertung ein eindeutiger Sieg und die Jugend holte in ihrer Einzelwertung den zweiten Platz, während die LK-Starter noch auf dem Bronzeplatz landeten. Also ein rundum gelungenes und erfolgreiches Gesamtergebnis.
Bei so vielen unglaublichen und faszinierenden Rennen fällt es immer schwer einzelne zu beschreiben und alle kann ich wirklich nicht ein paar Zeilen packen. Besonders bemerkenswert fand ich die Energie und den Enthusiasmus den unsere neuen Mädels Lilly, Emma, Charly und Luisa an den Tag legten. Noch ganz neu in den Kajaks schreckten die Mädels vor keiner Herausforderung zurück und kämpften sich tapfer durch alle ihre Rennen. Ein besonderer Augenschmaus war dann noch das KII Rennen der Herren LK. Auch wir hatten mit Aaron und Tapio ein Boot am Start und unsere beiden noch jungen Herren LK lieferten ein wirklich schönes und schnelles Rennen, das sie mit einem ehrenwerten 4. Platz abschlossen.
Aber wie immer muss auch die schönste Sache mal zu Ende gehen und so hieß auch diesmal am Ende wieder einmal: Sachen packen und ab nach Hause!

Carola

Große Brandenburger 2018

Große Brandenburger 2018

Wie eigentlich immer, wenn die Saison erst einmal gestartet ist, folgt auch in diesem Jahr wieder ein Wettkampf dem Anderen. Boote, Paddel, Trikots und Spritzdecken waren gerade von ihrem Einsatz in Heiligensee zurück und wieder getrocknet, da mussten sie erneut in die Bezüge und Taschen, um zur Großen Brandenburger Regatta an den Beetzsee zu fahren. Aber natürlich kam nicht nur das Material mit, sondern auch die dazugehörigen Sportler/innen. In diesem Jahr stellten sich Aaron, Tapio, Luca, Hans, Lucie, Marie, Leni, Samer, Adrian, Fabian und Tom der zahlreichen und harten Konkurrenz aus In- und Ausland.
Dieses Mal wurden die Nerven und das Trainerinnenherz von Anfang an unter Spannung und Aufregung gehalten, allerdings fast ausschließlich im positiven Sinne und mit positiven Ausgang! Etwas angespannt war die Lage durch die MSA-Prüfungen in Englisch, die leider am Freitag von 10 – 13 Uhr stattfanden, so dass Samer, Adrian, Fabian (zwar nicht MSA, aber andere schulische Verpflichtungen), Marie und Tom leider nicht in allen angebotenen Wettkampfstrecken an den Start gehen konnten. In Hinblick auf die Vorbereitung auf die diesjährigen Ostdeutschen Meisterschaften ist das sehr bedauerlich gewesen. Ärgerlich ist es vor allen Dingen, da dieses Problem auch andere Sportler/innen betraf und dem Veranstalter seit Anfang des Jahres bekannt war und es trotz Zusicherungen nicht im Rennplan berücksichtigt wurde. Aber egal, das sollte unsere Stimmung nicht weiter beeinflussen, sondern nur an den Nerven der Trainerin zerren. Wobei die drei zurückgebliebenen Sportler/innen und die Trainerin die gemeinsame sehr ruhige und beschauliche Zeit ohne die gesamte Meute auch sehr genossen. Es war doch auch mal sehr erholsam, sich nur um zwei Sportlerinnen zu kümmern, so dass der Freitagvormittag ganz im Zeichen von Leni und Lucie stand, die als einzige bereits Vorläufe zu absovieren hatten. War auch mal nett!
Das einzige logistische Problem bestand jetzt nur noch darin alle Kinder möglichst schnell nach ihren schulischen Verpflichtungen an die Strecke zu bekommen, da nachmittags natürlich weitere Vorläufe auf dem Plan standen. Dank der Hilfe von Susi und Ingeborg war das glücklicherweise kein Problem und alle trafen pünktlich zum Einpaddeln am Beetzsee ein, so dass sich das beanspruchte Nervenkostüm der Trainerin ein wenig beruhigen konnte und sich ganz auf seine Aufgabe konzentrieren konnte; nämlich vor und während der Rennen vor Spannung fast zu zerbersten.
Die nächsten aufregenden Momente folgten aber natürlich auf dem Fuße und hatten glücklicherweise allein mit unserem tollen Sport zu tun: Es standen die ersten Vorläufe auf 200 und 500 m an, bei denen sich alle unsere Sportler/innen tapfer und gut schlugen und auch in die Zwischenläufe kämpften, so dass auch der Samstag voller Spannung blieb.
Und Spannung ist auf jeden Fall noch zu schwach ausgedrückt für das, was alle Kids der Trainerin an diesem Regattasamstag boten. Zum Glück hatten wir Freitagabend üppig essen können, was uns Mert netterweise auf dem Grill zauberte, denn an Frühstück war in Anbetracht der anstehenden 200m Vor- und Zwischenläufe überhaupt gar nicht zu denken. Also bei der Trainerin, die Kids frühstückten natürlich artig, denn schließlich galt es sportliche Höchstleistungen abzurufen. Bei Betrachten der Rennen und dem enthusiastischen Mitfiebern beruhigte sich der Magen langsam und die Anspannung zeigte sich in Form von andauernder Gänsehaut. Aber diese ganze Aufregung mit all ihren Nebenwirkungen hat sich wirklich gelohnt und war vor allen Dingen den spannenden Rennen geschuldet, bei denen unsere Kids das ein oder andere Mal sehr erfolgreich waren. Tom und Fabian erreichten als einziges Berliner Boot das 200m KII Finale der männlichen Jugend und beendeten dieses als 6. Platzierte, während Lucie und Marie ebenfalls über 200m bei den Damen Junioren das Zweierfinale vervollständigten. Das war wirklich schön anzusehen und toll mitzuerleben wie sich das harte Wintertraining anfing auszuzahlen.
Einen kleinen Schockmoment gab es dann allerdings bei Lucie und Marie als sie erfuhren, dass das soeben erreichte Finale bereits 30 Minuten später stattfinden sollte. Also nur kurz gefreut, nach der Auslosung geguckt damit man seine Bahnnummer weiß und dann wieder ab ins Boot. Was für ein Tag!
Aber natürlich war dieser ja noch lange nicht zu Ende, denn für alle (außer unseren Herren LK) galt es den KI über eine etwas längere Distanz zu bestreiten und zu überstehen. Bei Leni stand noch die 2000m der Schülerinnen A an und alle etwas älteren Jahrgänge dürften noch ein paar mehr Runden auf dem Beetzsee drehen, denn für Tom, Fabian, Samer, Adrian, Lucie und Marie hieß es sich 5000m lang mit der Konkurrenz zu messen. Zunächst hatten allerdings alle eine kleine Mittagsverschnaufpause, die wir mit unseren zahlreichen, in Teilen sehr jungen Fans (Antonia, Aaron, Ella, Justus), in unserem Zeltlager verbrachten, so dass wir fast als KITA-Gruppe durchgegangen wären, was nicht zuletzt auch an Babypuppe Jasmin lag, die ebenfalls ihre erste Regattaluft schnuppern dürfte. Es ist wirklich schön, dass auch schon die Jüngsten der Faszination Kanurennsport erlegen sind.
Diese konnten dann auch gleich über die riesigen Starterfelder bei den 2000 und 5000m Rennen staunen und unsere tapferen Sportler/innen bewundern wie sie den Massenstart meisterten und sich durch die anderen Boote und die dazugehörigen Wellen manövrierten. Das ist für die Zuschauer doch immer wieder ein amüsantes und spannendes Spektakel, wobei ich nicht unbedingt mit den Aktiven tauschen möchte. Aber halt: ich habe das ja alles schon gemacht, damit darf ich wohl ganz beruhigt am Rande sitzen und die Show genießen.
Man muss sagen, dass fast alle ein solides Rennen paddelten, wobei Tom wieder einmal wahren Kampfgeist bewies und eine starke Leistung zeigte. Er landete am Ende auf dem 18 .Platz von 75 Startern in der männlichen Jugend. Applaus, Applaus, Applaus!Fabian und Samer hatten doch einige Schwierigkeiten in dem großen Feld, aber beendeten immerhin als 48. und 49. diese wahre Wasserschlacht, der Adrian leider erlegen war, so dass er dem Publikum direkt vor der Tribüne eine kleine Schwimmeinlage bot. Auch unsere Jüngste Leni musste sich immerhin mit 46 anderen Mädels um die Wende bei der langen Strecke kämpfen und beendete als 28. ihre 2000m.
Wohl verdient konnten also alle Samstagabend in ihre Burger beißen und diesen aufregenden Tag Revue passieren lassen und noch einmal die Highlights vor dem inneren Augen genießen, bevor es das letzte Mal in die Schlafsäcke ging, um fit für den letzten Wettkampftag zu sein. Bekanntermaßen enden unsere Regatten meistens erst sonntags, und so konnten auch unsere Herren LK im KIV das Wasser auf dem Beetzsee noch einmal zum Brennen bringen. Nach gutem Start über die 200m passierte Tapio, Hans, Aaron und Luca allerdings ein kleiner Patzer, der sie leider die sicher scheinende Silbermedaille kostete: Schade! Immerhin bleiben ihnen Bronze und eine kleine Sportstrafe wegen ungleichen Hosen bei der Siegerehrung und die Erkenntnis, dass die Jury in Brandenburg den Unterschied zwischen Dunkelblau und Schwarz selbst aus der Entfernung erkennt. Wieder fürs Leben gelernt!
Aber auch unsere Größten können trotz dieses kleinen Faux-Pas im KIV mit ihren gezeigten Leistungen an diesem Wochenende sehr zufrieden sein, denn Luca und Tapio erreichten beide das KI Finale über 200 m und gemeinsam mit Aaron paddelte Tapio einen schnellen KII über 200 m, so dass unser gesamtes Team eine tolle, harmonische, spaßige und aufregende Regatta hingelegt hat. Diese Mannschaftsleistung hat die Trainerin das ein oder andere Mal neben der Gänsehaut fast zu Tränen gerührt. Dankeschön!
Da freut man sich schon auf die im Juni stattfindenden Ostdeutschen Meisterschaften, wenn wieder eine KC-Delegation an den Beetzsee reist.

Carola

Heiligenseeregatta 2018

Heiligensee 2018

Unsere diesjährige Wettkampfsaison auf dem Wasser startete, nach einer langen und intensiven Eiszeit, am letzten Wochenende im April wieder einmal in Berlin mit der Heiligenseer Schüler- und Jugendregatta, in deren Rahmen die Berliner Meisterschaft über die längeren Distanzen (2000 und 4000m) ausgetragen wird. Diese erste Regatta im Jahr findet fast ausschließlich ohne die „Großen“ statt, da die Mittelstreckenwettkämpfe nur bis zur Jugendklasse ausgetragen werden.
Um schon alle vor Ort zu haben und Samstagfrüh nicht im beginnenden Wettkampfgetümmel mit unserem Hänger hantieren zu müssen, brachten Sacha, Jens und Carola die Boote samt Pavillon und Tischen und Bänken bereits am Freitagmittag zum HKC, so dass Samstagmorgen gleich mit dem Abladen und Auspacken der Boote begonnen werden konnte, um sich im Anschluss einpaddeln zu gehen, was auch alle fleißig taten.
Zum Einstieg in unsere Saison ist eine etwas kleinere und räumlich nahe gelegene Regatta wie die Heiligensee-Regatta immer ganz schön. So kann man erstmal wieder üben an was man alles denken muss und kann aber noch ganz bequem zu Hause schlafen. Außerdem ist zunächst „nur“ die Berliner Konkurrenz am Start, was für ein erstes Beschnuppern der Gegner/innen und ein erstes Zeigen der eigenen Form ganz angenehm ist, da der Aufregungspegel sich noch in Grenzen hält, zumindest bei der Trainerin.
Besonders aufgeregt waren hingegen unsere Frischlinge Lukas, Bruno und Charly, die in Heiligensee immerhin ihre erste Regatta überhaupt bestritten, und ich muss ehrlich sagen, dass sie das ganz hervorragend gemacht haben. Vor allen Dingen Lukas paddelte sehr gute Rennen in der nicht ganz einfachen Schüler A Klasse, indem er auf 500m beinahe das B-Finale erreichte und über die 2000m  mit dem vierten Platz ganz knapp eine Medaille verpasste.
Aber auch alle anderen Sportler/innen des KC sind gut gepaddelt und konnten einige Medaillen aus dem Nieder-Neuendorfer See fischen. Im KI der männlichen Jugend schafften es immerhin alle unsere Starter ins Finale und Tom führte diesen KC-Reigen an. Gemeinsam mit Fabian konnte er auch auf der langen Strecke überzeugen. Mit einem engagierten Rennen sicherten sich die beiden Jungs im KII der männlichen Jugend über die 4000m den ersten Platz. Das war wirklich schön anzusehen und ein spannendes Rennen bei dem das Herzklopfen bei der Trainerin dann doch wieder etwas schneller und stärker auftrat. Aber das ist ja auch gut so!
Nicht nur die Leistungen, die Stimmung und die Einstellung bei unseren angetretenen Sportler/innen passte, sondern auch das Wetter spielte mit, so dass wir von einem gelungenen Saisonstart sprechen können.
Carola